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WEINFELDEN: Die Mittelstufe gibt’s bald nicht mehr

Nach den Sommerferien werden die Schülerinnen und Schüler in drei Zyklen eingeteilt. Die bisherigen Bezeichnungen mit Stufen verschwinden. Für die Lehrer und Schulzentren bietet das neue System Chancen, die Kinder erleben einen Klassenlehrer mehr.
Mario Testa
Die 3.-Klässler werden wegen der Umstellung auch im nächsten Schuljahr noch von ihrer Lehrerin Imka Scharfenberg unterrichtet. (Bild: Mario Testa)

Die 3.-Klässler werden wegen der Umstellung auch im nächsten Schuljahr noch von ihrer Lehrerin Imka Scharfenberg unterrichtet. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Nach den Sommerferien kommen die 3. Klässler von Lehrerin Imka Scharfenberg in den zweiten Zyklus, nicht in die Mittelstufe. Diese Stufen-Bezeichnung verschwindet –mit ihr also auch die Unter- und Oberstufe. «Wir sind an der schrittweisen Umsetzung des Lehrplans Volksschule Thurgau», sagt Primarschulpräsident Thomas Wieland. «Dazu gehört dieser Wechsel zu den Zyklen. Es braucht sicher eine gewisse Angewöhnung an die neue Bezeichnung, in den Köpfen sind natürlich immer noch die Stufen-Bezeichnungen.»

Mit der Umstellung ändert sich nicht nur die Bezeichnung, sondern auch die Verweildauer in den Zyklen (siehe Grafik). Künftig besuchen die Weinfelder Schulkinder im ersten Zyklus zwei Jahre den Kindergarten, dann die 1. und 2. Klasse. Im zweiten Zyklus folgen die 3. bis 6. Klasse und danach, anstelle der Sekundarstufe, der dritte Zyklus. «Eine grosse Änderung ist, dass die Kinder in der Primarschule alle zwei Jahre einen Lehrerwechsel haben, nicht wie bisher alle drei», sagt Wieland.

Anpassung an die Einteilung der Sprachfächer

Grund für diesen häufigeren Wechsel ist die Unterteilung der Zyklen eins und zwei in jeweils zweijährige Phasen bei einer Lehrperson. «Diese Änderung hängt mit der Fächereinteilung im neuen Lehrplan zusammen», sagt Thomas Wieland. «Ab der 3. Klasse wird Englisch unterrichtet, ab der 5. Französisch. Das hat zur Folge, dass sich Lehrpersonen im zweiten Zyklus, die kein In- teresse auf Französischunterricht haben, diesen auch nicht unterrichten müssen, wenn sie sich für die erste Hälfte des Zyklus entscheiden, also 3. und 4. Klässler unterrichten. «Die Schulleiter haben dies mit ihren Lehrpersonen besprochen. Die Einteilung ist sehr gut aufgegangen. In diesem Punkt gab es kaum Friktionen», sagt Thomas Wieland. «Es ermöglicht den Lehrern, sich stärker auf etwas zu fokussieren.»

Das neue Zyklensystem biete zudem den Vorteil, wenn es zwischen der Klasse und einem Schüler nicht klappt, diesen schon nach zwei Jahren in einen anderen Klassenzug umzuteilen. Bisher war das meist erst nach drei Jahren der Fall.

Breite Akzeptanz unter den Lehrpersonen

Jean-Philippe Gerber, Schulleiter am Martin-Haffter-Schulhaus, sieht die Umstellung ebenfalls als Chance. «Es gibt unter den Lehrpersonen eine grosse Akzeptanz für das neue System. Sie sehen darin auch Chancen und konnten sich frei entscheiden, welchen Part innerhalb eines Zyklus sie künftig unterrichten wollen», sagt er. «Bei uns ist es sehr gut aufgegangen und es gibt kaum Rochaden.» Die neuen Zyklen werden in Weinfelden nach den Sommerferien eingeführt, nur vereinzelt gibt es noch Klassen, bei denen man noch ein Jahr wartet, nicht dass die Schüler nach nur einem Jahr bereits wieder einer neuen Lehrkraft zugeteilt werden.

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