WEINFELDEN: Die letzten Pinselstriche für die Bochselnacht

Die Schüler der dritten Sekundarstufe des Thomas-Bornhauser Schulhauses haben sich diese Woche auf das Bochselnachttheater vorbereitet. Vorgeführt wird eine abgeänderte Version der Oper «Turandot».

Isabella Gómez
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Bühnenbildner malen und hämmern in der Mehrzweckhalle. (Bild: Andrea Stalder)

Bühnenbildner malen und hämmern in der Mehrzweckhalle. (Bild: Andrea Stalder)

Auf dem abgedeckten Boden der Turnhalle werden grosse Plakate bemalt. Bei der Kulisse wird noch am Feinschliff gearbeitet. Es ist Dienstagmorgen. Noch am gleichen Tag müssen die drei verschiedenen Bühnenbilder soweit fertig sein, dass am Mittwoch zum ersten Mal richtig geprobt werden kann. Das scheint die Gruppe des Bühnenbaus und der Kulissen aber nicht sonderlich nervös zu machen. Überhaupt wirken alle 95 Schüler der dritten Sekundarstufe, die das Bochselnachttheater vorbereiten, ziemlich gelassen. Und das Obwohl die ersten Aufführungen für die Weinfelder Schüler bereits nächste Woche beginnen. Als Höhepunkt findet am 21. Dezember die öffentliche Aufführung um 20 Uhr statt.

Maskenbildnerinnen proben. (Bild: Andrea Stalder)
20 Bilder
Kostümschneider bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Theaterprobe im Schulzimmer. (Bild: Andrea Stalder)
Requisiteure bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Tontechniker bei der Vorbereitung. (Bild: Andrea Stalder)
Requisiteure bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Requisiteure bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Requisiteure bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Requisiteure bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Bühnenbildner malen und hämmern in der Mehrzweckhalle. (Bild: Andrea Stalder)
Bühnenbildner malen und hämmern in der Mehrzweckhalle. (Bild: Andrea Stalder)
Laternengestalter aus der 2. Oberstufe. (Bild: Andrea Stalder)
Requisiteure bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Kostümschneider bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Kostümschneider bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Kostümschneider bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Kostümschneider bei der Arbeit. (Bild: Andrea Stalder)
Maskenbildnerinnen proben. (Bild: Andrea Stalder)
Maskenbildnerinnen proben. (Bild: Andrea Stalder)
Maskenbildnerinnen proben. (Bild: Andrea Stalder)

Maskenbildnerinnen proben. (Bild: Andrea Stalder)


Die Schüler zeigen eine Märchenausführung der Oper von Giacomo Puccini «Turandot». Im Stück geht es um eine Prinzessin, die jeden der um sie wirbt, dazu auffordert, drei Rätsel zu lösen. Nur wer richtig antwortet, darf sie heiraten. Als es endlich ein Prinz schafft, weigert sich die Prinzessin, ihr Versprechen einzuhalten. Der junge Prinz stellt ihr daraufhin seinerseits eine Aufgabe: wenn die Prinzessin bis zum nächsten Morgen seinen Namen herausfindet, darf sie mit ihm machen, was sie möchte. Wenn nicht, dann muss sie ihn heiraten. Ob es ein glückliches oder tragisches Ende gibt, entscheidet aber das Publikum.

«Die Schüler haben nicht selbst entschieden, welches Stück sie spielen. Sie durften aber bei den Szenen ihre Ideen einfliessen lassen», sagt Lehrer und Organisator Andres Bertschinger. Er führt Regie. Um den Rest mussten sich aber die Schüler selbst kümmern.

Kostüme aus China – Requisiten selbst gemacht

Bereits nach den Sommerferien fingen die Planungen an, doch erst seit dem 7. Dezember bereiten sich die Schüler auf das Theater vor. In einem Schulzimmer üben die Schauspieler ihre Rollen, bevor sie auf der Bühne proben. Die Kostüme bekamen sie erst gestern. «Traditionelle Kleidung ist extra in China bestellt worden», sagt Bertschinger. Die Kostüme für das Volk und die Sklaven schneidern die Schüler selbst nach Mass. Um die Maske und Frisuren kümmert sich eine reine Mädchengruppe. Sie sorgen dafür, dass die Schauspieler für das Stück wie Chinesen aussehen. Schwarze Perücken und eine Menge Schminke stehen dafür zur Verfügung. Dem Thema China bleibt auch die Gruppe der Requisiten treu: Sie fertigen Pergamentrollen mit chinesischer Schrift an, aber auch Dolche oder Vögel. Die kleinste Gruppe besteht aus zwei Schülern, die dafür sorgen müssen, dass beim Licht und beim Ton alles rund läuft. «Musik wird nur live von der Band gespielt», sagt Bertschinger. Auch Tänzerinnen gebe es, die selbst eine Choreografie zusammengestellt haben. Die Zuschauer erwartet auch in diesem Jahr ein farbenfrohes Theater.