WEINFELDEN: Der Sieger heisst Dimu

Der Wettbewerb für den Umbau des Schulhauses Schwärze in ein Kinder­gartenzentrum ist entschieden. Die Behörde stellt die Modelle im Rathaus aus.

Rudolf Steiner
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Vertreter der Schulbehörde und des Büros Dimu mit dem Siegermodell im Rathaus. (Bild: Rudolf Steiner)

Vertreter der Schulbehörde und des Büros Dimu mit dem Siegermodell im Rathaus. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

Wenn alles wie geplant hätte realisiert werden können, wären momentan die Handwerker mit den Umbauarbeiten im Schulhaus Schwärze in Weinfelden beschäftigt. Stattdessen gehen im Schulhaus unterhalb des Schlosses weiterhin Primarschüler ein und aus. Dies sind die Folgen der Probleme und Verzögerungen beim Bau des Schulhauses Elisabetha Hess in Weinfelden. Als Glücksfall hat sich diese bedauerliche Verzögerung für die Schulbehörde insofern herausgestellt, als dass sie dadurch für die Planung und Realisierung des Kindergartenzentrums Schwärze mehr Zeit zur Verfügung hat.

Vier Weinfelder Büros eingeladen

Über den Stand der Planungsarbeiten informierten die Verantwortlichen der Primarschulbehörde Weinfelden mit Schulpräsident Thomas Wieland und Planungskommissionspräsident Daniel Engeli am Montagvormittag und präsentierten das Siegerprojekt der Dimu Baumanagement GmbH Weinfelden im Rathaus. So bestimmte die im Oktober 2015 eingesetzte Planungskommission mit Präsident Daniel Engeli im Mai/Juni 2016 vier lokale Weinfelder Architekturbüros im Einladungsverfahren zur Teilnahme an einem einstufigen Studienauftrag (Wettbewerb) für den Umbau des Schulhauses Schwärze in einen dreistufigen Kindergarten, für den die Schulgemeindeversammlung am 22. Juni 2016 einen Wettbewerbs- und Projektierungskredit von 110000 Franken bewilligt hatte. Neben dem siegreichen Team der Dimu Baumanagement beteiligten sich noch die Architekturbüros Ebneter Partner AG, roma Architektur AG und Büchel Neubig GmbH, alle aus Weinfelden. Der Studienauftrag an die vier ausgewählten Architekturbüros wurde am 19. August ausgegeben; sie reichten gemäss Daniel Engeli ihre Projekte alle bis Ende November ein. Bereits eine Woche später konnten die beteiligten Architekturbüros ihre Projekte vor dem Beurteilungsgremium präsentieren, das bereits am gleichen Tag das Siegerprojekt auserkor. Bereits am 12. Dezember entschied die Weinfelder Primarschulbehörde, das Projekt der Dimu Baumanagement GmbH zur Weiterbearbeitung in Auftrag zu geben.

Bestand des Gebäudes soll erhalten werden

«Wir wollen den Bestand des 1986 erbauten Gebäudes durch gezielte Eingriffe möglichst erhalten, es werden drei gleichwertige Kindergärten in das Gebäude eingefügt», sagte Fabio Stefani von der Dimu Baumanagement GmbH am Montagvormittag im Rathaus. «Der Lift wird mittig im Gebäude positioniert, die Vorzonen werden durch die Öffnung gegen das Treppenhaus und das neue Oberlicht über dem Treppenauge mit zusätzlichem Licht aufgewertet. Die Grundstruktur der bestehenden Schulräume bleibt erhalten, durch das Einfügen der mittleren Eingangs- und Garderobenzone als Holzmöbel mit den angefügten Gruppenräumen, den Küchennischen und dem Hauptraum entstehen flexible Raumbezüge und Nischennutzungen. Das Lehrerzimmer wird im Erdgeschoss neben dem Eingang plaziert, dadurch haben die Lehrpersonen eine gute Übersicht über den Innen- und Aussenbereich», sagt Stefani. Zudem werden die Gauben vergrössert und das Dach wird energetisch saniert.

Gerechnet wird mit Kosten für den geplanten Umbau von total 1,8 Millionen Franken, wie Schulpräsident Thomas Wieland sagte. Das siegreiche Team der Dimu Baumanagement GmbH hat nun bis Juni 2017 Zeit, das Projekt inklusive Kostenvoranschlag so weiterzubearbeiten, dass die Kreditvorlage am 17. September 2017 den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern zum Entscheid an der Urne unterbreitet werden kann. Nach dem Umzug der Primarschule Schwärze ins bis dahin wiederaufgebaute Schulhaus Elisabetha Hess könnten die Bauarbeiten bestenfalls im August 2018 beginnen, und das geplante Kindergartenzentrum mit den drei Kindergartenabteilungen könnte seinen Betrieb frühestens auf Beginn des Schuljahres 2019/2020 aufnehmen, wie Schulpräsident Thomas Wieland am Montagvormittag im Weinfelder Rathaus erklärte.

Hinweis

Ausstellung der vier Projekte im Foyer des Rathauses Weinfelden bis Freitag, 23. Dezember, Dienstag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitag, 8 bis 16 Uhr.