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WEINFELDEN: Der Krönchenbauer

Goldschmied Tobias Greminger hat das neue Diadem für die Thurgauer Apfelkönigin gefertigt. Das Schmuckstück ist wichtig für die Repräsentation. Der Apfel steht auch diesmal im Zentrum.
Sabrina Bächi
In seiner Goldschmitte hat Tobias Greminger die neue Krone geschaffen. Am Anfang des Diadems stand diese Skizze. (Bild: Mario Testa)

In seiner Goldschmitte hat Tobias Greminger die neue Krone geschaffen. Am Anfang des Diadems stand diese Skizze. (Bild: Mario Testa)

Sabrina Bächi

sabrina.baechi

@thurgauerzeitung.ch

Vor 20 Jahren schmückte sie das Haupt der ersten Apfelkönigin. Jetzt geht sie in den Ruhestand. Die Krone der Thurgauer Repräsentantin hat ausgedient. Zum Jubiläum gibt es ein neues Geschmeide – aus Weinfelden. Goldschmied Tobias Greminger hat das Diadem für die künftigen Apfelköniginnen gefertigt. «Ein spezieller Auftrag», sagt er. Denn Kopfschmuck schmiedet er nicht alle Tage: «Ich habe ja keine Beziehungen zum Königshaus», sagt er lachend.

Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Weinfelder Krone höher und voluminöser. «Sie soll etwas durchbrochener, nicht mehr flächig sein und doch besser sichtbar», erklärt der Schmuckmacher. Dass der Apfel als Grundlage dient, war von Anfang an klar. Sonst hatte er nicht viele Vorgaben, sagt Greminger. Der Apfel erscheint in zwei Formen. Zum einen eher stilisiert als runde Goldkugeln, die verspielt zwischen den silbernen Verzierungen stecken. Zum anderen gross in der Mitte des Diadems. Diesen Apfel ziert ein Band aus Swarovski-Steinen. «Es ist eher ein Modeschmuck, deshalb sind es Swarovski-Steine und keine Diamanten, ausserdem wäre es sonst sehr teuer», sagt Greminger. Speziell ist die Halbmond-Fläche auf der linken Seite, die in schimmerndem Rot die Farbe des reifen Obstes widerspiegelt. «Das ist durchscheinende Keramikfarbe, die ich auf das Silber aufgetragen habe.» Mit Farben war der Goldschmied zurückhaltend. Denn er weiss: «Das Diadem muss zu den verschiedenen Kleidern passen.» Deshalb sind auch keine farbigen Edelsteine in dem Krönchen verarbeitet.

Insgesamt hat Greminger 25 Stunden an dem Diadem gearbeitet. Nach den Skizzen hat er zwei Modelle gebaut. «Nur aufgrund der Skizze können sich die wenigsten vorstellen, wie das Endprodukt aussieht. Deshalb mache ich meist ein Modell aus Kupfer oder Messing.» Das Diadem ist etwa sieben Zentimeter hoch und 60 Gramm schwer. Es sollte den Kopf nicht belasten, sagt Greminger. Das Gold ist aus sicherer Quelle, sogenanntes Greengold. Das heisst, dass bei der Gewinnung höhere Auflagen erfüllt werden müssen.

Krönchen liegt im Tresor

Für Nadja Anderes, Verantwortliche bei Thurgau Tourismus für die Apfelkönigin-Wahl, ist die Krone ein wichtiges Repräsentationsmittel. Sie ist so wertvoll, dass sie in einem Tresor aufbewahrt wird. Den genauen Wert will die ehemalige Apfelkönigin nicht verraten. «Bis jetzt wurde sie noch nie gestohlen, ich hoffe, das bleibt so», sagt sie. Sie freut sich darauf, das neue Weinfelder-Diadem auf dem Kopf der neuen Apfelkönigin zu sehen und hofft, dass deren Augen genauso strahlen, wie das neue Krönchen.

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