WEINFELDEN: Den Kinderschuhen entwachsen

Bei schönstem Herbstwetter fand am Samstag zum dreizehnten Mal der Ostschweizer BioMarkt beim Pestalozzi-Schulhaus statt. Der einst kleine Markt hat sich zum Publikumsmagnet entwickelt.

Monika Wick
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Frisches Gemüse war am Markt gefragt. (Bild: Donato Caspari)

Frisches Gemüse war am Markt gefragt. (Bild: Donato Caspari)

Monika Wick

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

«Wir sind seit der ersten Ausgabe des Biomarktes dabei», erzählt Walter Dörig, der zusammen mit seiner Frau Ruth verschiedenste Produkte der Firma EM Schweiz AG feilbot. «Damals hatte es rund sechs Stände», fügte er hinzu und deutete zum Brunnen vor dem Pestalozzi-Schulhaus, wo die Erfolgsgeschichte des beliebten Marktes ihren Anfang nahm. Die Ausstellerzahl hat sich mit der dreizehnten Auflage des Biomarktes, die am Samstag stattfand, verzehnfacht. Der einst kleine Markt hat sich im Laufe der Jahre zu einem Mekka für Liebhaber von Bioprodukten gemausert.

Süssmost aus der Kartonbox

Unter den Hunderten von Besuchern tummelten sich auch Analia, Niculina, Flurin und Madlaina. Die vier Weinfelder Kinder zapften an einem Stand eigenhändig Süssmost aus einer Kartonbox. «Der ist richtig gut», war sich die muntere Bande einig. Auch vom übrigen Angebot zeigte sich das Quartett angetan. «Wir haben Blumengestecke gemacht, Geschichten gehört und die Ziegen gestreichelt», erzählen sie, bevor sie noch einmal in Richtung Geschichtenwagen davonstieben.

Derweil tanzte ein junger Mann mit nacktem Oberkörper inbrünstig zu den Klängen, die von der Bühne im Festzelt herübertönten. Die aussergewöhnliche Komposition «Appenzeller Balkanstobete» von Goran Kovacevic und dem Appenzeller Echo zog neben dem jungen Tänzer noch viele weitere Zuhörer in ihren Bann.

Schlangestehen beim Glacewagen

Besonders gute Umsätze konnte wohl Hugo Bösch aus Ebnat-Kappel verzeichnen. Vor seinem Gefährt, in dem er leckere Eiskreationen produzierte, bildete sich eine ansehnliche Menschenschlange. «Das heisse Wetter kommt uns zugute», sagte seine Enkelin Chantal Wick lachend. Die Vielfältigkeit des Marktes zeigte sich auch am Stand von Luzia Bleiker. Die Besucher konnten der Wattwilerin bei der Produktion der Warnleuchtstulpen für Arme, Beine oder Walkingstöcke über die Schulter blicken. «So können die Leute sehen, dass es sich bei meinen Produkten um Schweizer Handarbeit handelt», erklärte sie mit einem Augenzwinkern.