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WEINFELDEN: Dank Eisen und Beton

Die Stabilisierungsarbeiten des Baugrunds für das neue Primarschulhaus Elisabetha Hess sind im Gange. Über 100 Löcher bohren die Arbeiter in den anspruchsvollen Boden.
Mario Testa
Die Bauarbeiter versenken ein rund 20 Meter langes Armierungsgitter ins mit Beton gefüllte Bohrloch. Polier Beat Meili kontrolliert mit der Wasserwaage die Neigung des Eisens. (Bild: Mario Testa)

Die Bauarbeiter versenken ein rund 20 Meter langes Armierungsgitter ins mit Beton gefüllte Bohrloch. Polier Beat Meili kontrolliert mit der Wasserwaage die Neigung des Eisens. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Wie ein riesiger Zapfenzieher steht das Bohrgerät da. Seine Schnecke frisst sich seit zehn Tagen unablässig in den Baugrund, auf dem im zweiten Anlauf ein stabiles Primarschulzentrum Elisabetha Hess entstehen soll. Wenn der Bohrer die etwa 17 bis 20 Meter tief liegende Moräne erreicht hat, wird er wieder hochgezogen. Gleichzeitig wird Beton durch ein Rohr im Inneren der Schnecke ins frisch gebohrte Loch mit einem Durchmesser von fast 90 Zentimetern gepumpt. Pro Loch verschwinden fast zwei Lastwagenladungen Beton im Boden, etwas mehr als zehn Kubikmeter. Ganz zum Schluss lassen die Arbeiter ein rundes Armierungsgitter langsam in den Beton abtauchen, bis nur noch ein paar Eisenstangen herauslugen.

«Pro Loch haben wir etwa 40 Minuten, wenn alles glatt läuft», sagt Polier Beat Meili. «Aber dieser Boden macht uns das Leben schwer, deshalb dauert es länger.» Er habe in seinen 25 Jahren, in denen er nun schon auf Baustellen arbeite, noch nie eine so herausfordernde Geologie erlebt. «Dass es unseren grossen Bohrer derart in den Boden reinzieht, hab ich noch nie erlebt. Wir haben es hier mit einem sehr schwierigen Untergrund zu tun.»

Bohrarbeiten während rund eines Monats

Dreizehn Löcher haben die Bauarbeiter schon gebohrt, mit Beton und Armierungseisen befüllt. Weitere 90 Betonstützen bis tief in den Boden sollen in den kommenden Wochen noch entstehen. «Insgesamt sind es über 100 Löcher, die wir zur Stabilisierung des Baugrunds bohren werden», sagt Meili. Er rechnet mit etwa einem Monat für diese Arbeiten.

Für die Anwohner sind diese Arbeiten im Gegensatz zu den Pfählungen vom vergangenen Jahr wesentlich leiser. Zwar machen auch die Betonpumpe und das Bohrgerät Lärm, wenn auch nur im üblichen Masse von motorisierten Baumaschinen. Schläge und Erschütterungen, wie sie die Ramme erzeugten, bleiben aber aus bei dieser Methode.

Vor dem Bohren kommt das Fräsen

Vom Rohbau des Schulzentrums Elisabetha Hess sind nach dem Absacken des Baugrunds und dem Rückbau im Sommer nur noch die Bodenplatten übrig. Auf denen fährt das 115 Tonnen schwere Bohrgerät besser als auf Erde. Dafür ergibt sich Zusatzaufwand, weil der Bohrer nicht durch den dicken Stahlbeton durchdringt. Mit einem anderen Bohrkopf müssen die Arbeiter daher zuerst die Löcher in den Beton fräsen, bevor sie mit dem Erstellen der Pfähle im Untergrund beginnen können. «Die zwanzig Löcher, wo wir den Beton durchgefräst haben, sollten wir bis Donnerstag füllen, dann wird der Bohrkopf gewechselt, ein Tag lang gefräst und dann wieder gebohrt», erklärt Meili.

Erst wenn alle über 100 Löcher gebohrt und zu mächtigen Betonsäulen veredelt wurden, werden die Bodenplatten, diese letzten Zeugnisse des Anfang des Jahres noch weit fortgeschrittenen Rohbaus, abgetragen. Danach beginnt der Wiederaufbau des Schulzentrums auf einem hoffentlich stabilen Baugrund. Nach den Sommerferien 2018 soll dann der Unterricht aufgenommen werden.

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