WEINFELDEN: Bronzemedaille für Weinfelder Coiffeuse

Swenja Schaub hat erfolgreich an der Berufsmeisterschaft der Coiffeure im südkoreanischen Seoul teilgenommen. Im Teamwettkampf holte sie mit dem Nationalteam den dritten Platz. Nun arbeitet sie wieder in Weinfelden und denkt schon an den nächsten Wettbewerb.

Mario Testa
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Swenja Schaub mit der Bronzemedaille aus Seoul, die sie mit diesen beiden ausgefallenen Frisuren gewann. (Bild: Mario Testa)

Swenja Schaub mit der Bronzemedaille aus Seoul, die sie mit diesen beiden ausgefallenen Frisuren gewann. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Swenja Schaub strahlt in die Kamera. Sie hat allen Grund dazu. Vergangenes Wochenende ist sie aus Seoul zurückgekehrt, und dort hatte die junge Coiffeuse Erfolg. «Mit dem Schweizer Junioren-Nationalteam haben wir die Bronzemedaille geholt», sagt Schaub und präsentiert das Edelmetall, das um ihren Hals hängt. Eingerahmt wird sie auf dem Bild von den beiden Wettbewerbsarbeiten, für die es ihr in der Einzelwertung für die Plätze sechs und acht reichte. «Ich bin zufrieden, aber natürlich wäre es auch noch besser gegangen. So richtig gut ist ja eigentlich nur der Sieg.»

Viele Monate Intensivtraining

Swenja Schaub arbeitet seit ihrer Rückkehr wieder in Weinfelden beim Coiffeur Femina. Dort hat sie mit derart ausgefallenen Frisuren, wie sie sie den Mannequins in Seoul zauberte, kaum zu tun. «Es sind schon keine alltagstauglichen Frisuren, die wir am Wettbewerb kreiert haben. Aber ich habe gelernt, schneller und exakt zu arbeiten», sagt Swenja Schaub. Hinter ihr liegen viele Monate intensiven Trainings. Zuerst übte sie vergangenes Jahr für die Berufs-Europameisterschaften in Paris, und seit Anfang Jahr konzentrierte sie sich auf das Abenteuer Südkorea. «Die vergangenen zwei Monate habe ich jede Woche sonntags und montags trainiert mit dem Nationalteam. Die beiden Frisuren habe ich in dieser Zeit sicher je über 50mal geschnitten.»

In Seoul galt es dann am 27. und 28. März ernst für die 21jährige Frau aus Bottighofen, und alles musste schnell gehen. Wie die Mitkonkurrenten aus der ganzen Welt hatte sie lediglich 15 Minuten Zeit für die Hochsteckfrisur (rechts im Bild) und eine halbe Stunde für den Schnitt der zweiten Frisur, des sogenannten «Progressiv Cut». Danach kamen die Juroren und beurteilten die Frisuren. «Es ist mir gut gelaufen, aber es haben sich auch ein paar kleine Fehler eingeschlichen.»

Keine Zeit für den Austausch

Zeit, die Konkurrenz zu beobachten oder sich mit den Coiffeusen anderer Länder auszutauschen, blieb fast keine. «Wir haben auch an den Wettkampftagen noch geübt, uns vor allem im Team ausgetauscht», sagt Swenja Schaub. Für einen Tag Sightseeing blieb dann aber doch Zeit. Aber Schaub ging es nicht ums Reisen, sondern darum, spannende Erfahrungen im Beruf zu sammeln. So erstaunt es auch nicht, dass sie bereits wieder an den nächsten Wettbewerb denkt. «Im September will ich wieder an die Europameisterschaften nach Paris. Ich mache im Nationalkader weiter.»

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