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WEINFELDEN: Anspruchsvolle Zeiten im Jubiläumsjahr

Die Schreinerei Keller-Rutishauser AG besteht seit 60 Jahren. Den beiden Brüdern Martin und Thomas Keller macht der Online-Handel zu schaffen.
Die Brüder Martin und Thomas Keller im Bankraum ihrer Schreinerei. (Bild: Mario Testa)

Die Brüder Martin und Thomas Keller im Bankraum ihrer Schreinerei. (Bild: Mario Testa)

Das Hauptgeschäft der Schreinerei Keller-Rutishauser sind Ladeneinrichtungen. Diese fertigt der Familienbetrieb seit 60 Jahren. Gegründet hatte das da­malige Einmann-Unternehmen Walter Keller in Kradolf, 1964 zügelte er den Betrieb nach Weinfelden. Heute führen seine beiden Söhne den Betrieb mit acht Mitarbeitern und zwei Lehrlingen an der Deucherstrasse. «Als wir hier hingezogen sind, waren wir hier draussen im Osten von Weinfelden praktisch alleine», sagt Thomas Keller.

Nun, in ihrem Jubiläumsjahr haben die beiden jedoch nicht nur Grund zum Feiern, das Geschäft mit den Ladeneinrichtungen harzt. «Wir leiden unter der Krise der Textilbranche. Viele Kleider und Schuhe werden heute online gekauft – und wo es keine Läden mehr braucht, braucht es auch keine Ladeneinrichtung mehr», sagt Martin Keller.

Freizeit ist für die Chefs Mangelware

Dank anderen Segmenten wie der Möbel-, Küchen- oder Türproduktion läuft der Betrieb. Dazu kommen Reparaturen, Restaurationen und Strahlenschutzarbeiten. «Wir teilen uns die Arbeit auf. Beide können wir sowohl im Büro als auch in der Werkstatt arbeiten», sagt Martin Keller. Und sein Bruder Thomas sagt: «Man muss sich als Geschäftsführer schon Freizeit erkämpfen. Es gibt Zeiten, da könntest du jeden Tag von früh bis spät im Geschäft verbringen.»

Ihren Beruf mögen die beiden Schreiner immer noch sehr. «Es ist ein kreativer Beruf, mit viel Bewegung und einem tollen Werkstoff», sagt Martin Keller. Ihr Holz beziehen sie fast ausschliesslich aus den Wäldern ­ der Region. «Wir bestellen das Rundholz beim Förster und lassen es in der Sägerei Bommeli in Hugelshofen einschneiden – vorwiegend Tanne, Eiche und Lärche», sagt Thomas Keller.

Speziell feiern wollen sie das Betriebsjubiläum übrigens nicht. Mit einem Schneidbrettli haben sie sich dann aber doch bei ihren treuen Kunden bedankt. (mte)

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