WEINFELDEN: Anlaufstelle kommt

Die Gemeinde kann 2017 mit der Pro Senectute zusammenarbeiten. Das Parlament hat mit dem Budget 20 000 Franken für das Pilotprojekt bewilligt.

Esther Simon
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Das Weinfelder Gemeindeparlament während seiner Budgetdebatte vom Donnerstagabend im Rathaus. (Bild: Andrea Stalder)

Das Weinfelder Gemeindeparlament während seiner Budgetdebatte vom Donnerstagabend im Rathaus. (Bild: Andrea Stalder)

Die Gemeinde Weinfelden will 2017 bei der Pro Senectute an der Rathausstrasse eine Koordinations- und Beratungs- beziehungsweise Anlaufstelle für Senioren eröffnen. Die Leistungsvereinbarung gilt zunächst für drei Jahre. Im Budget 2017 sind dafür 20 000 Franken eingestellt. Obwohl es auch in Weinfelden immer mehr ältere Menschen gibt, ging dieser Budgetposten an der Parlamentssitzung vom Donnerstagabend nicht diskussionslos durch.

Simon Wolfer, CVP, Präsident der Kommission zur Vorberatung des Voranschlages, des Geschäftsberichtes und der Rechnung, sagte, die Kommission schaue dieser Anlaufstelle skeptisch entgegen. «Sie zweifelt, ob diese Stelle im Verhältnis zur Einwohnerzahl genügend Nutzer finden wird.» Die Eingliederung in die Pro Senectute dürfte zwar effizient und vergleichsweise kostengünstig sein, was zu begrüssen sei. Doch frage sich, ob die Unabhängigkeit der Stelle für die Beratung Suchenden auch erkennbar sei. Zudem müsse ein besonderes Augenmerk auf die Neutralität der Beratung gerichtet werden, weil diese nicht bestimmte Leistungsanbieter bevorzugen dürfe. Die Kommission erwarte, dass dieses Angebot im Sinne eines Pilotversuches kritisch analysiert und evaluiert werde, sagte Wolfer. «Die Kommission bittet den Gemeinderat, bei der Beratung der Rechnung 2017 einen ersten Bericht zu erstatten.» Gemeindeparlamentarierin Alexandra Beck, CVP, fragte, wie die Pro Senectute gewährleisten könne, dass sie als neutrale Anlaufstelle betrachtet werde.

Massnahme aus dem Alterskonzept

Bei dieser Anlaufstelle handle es sich um eine Massnahme aus dem Alterskonzept, die jetzt umgesetzt werde, sagte Gemeinderätin Ursi Senn-Bieri. Das Seniorennetz sei überzeugt, dass eine Zusammenarbeit mit Pro Senectute von Vorteil sei. «Die Stelle bringt einen grossen Zusatznutzen, sie schliesst eine wichtige Lücke.» Mit der Genehmigung des Budgets hat das Parlament auch diese Anlaufstelle bewilligt.