WEINFELDEN: Alles auf Anfang beim Ortsbus

Die Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Konzepts «Öffentlicher Verkehr in Weinfelden» hat bereits drei Sitzungen absolviert. Vom engen Korsett des Grobkonzepts lassen sich die elf Mitglieder nicht einengen.

Mario Testa
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@thurgauerzeitung.ch

«Eigentlich spricht man nicht darüber, solange die Kommissionsarbeit noch läuft», sagt Hans Eschenmoser, Gemeinderat und Leiter der Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Konzepts «Öffentlicher Verkehr in Weinfelden». Trotzdem zieht er nach drei Sitzungen Bilanz. «Das mache ich, weil das öffentliche Interesse am Ortsbus gross ist.»

Drei Sitzungen hat die elfköpfige Arbeitsgruppe, in der Vertreter des Parlaments, des Kantons, von Jugend- und Altersorganisationen eingebunden sind, schon hinter sich. «Ganz zu Beginn hiess es: Zurück auf Feld eins», sagt Eschenmoser. «Für mich war es wichtig, nochmals von vorne zu beginnen und keine Einschränkungen zu machen für mögliche Varianten. Die Arbeitsgruppe ist sehr breit aufgestellt und bringt so neue Inputs.»

Vom Freibad bis hinauf zum Stelzenhof

Das vorliegende Grobkonzept (siehe Kasten) bleibe in der Hinterhand und könne bei Bedarf jederzeit hervorgeholt werden, sagt Eschenmoser. Nach der zweiten Sitzung der Arbeitsgruppe habe sich gezeigt, wie vielfältig die Wünsche der einzelnen Gruppierungen seien. «Die einen wollen eine Linie bis zum Freibad, andere bis zum Stelzenhof. All diese Möglichkeiten sollen auch besprochen werden. Wichtig dabei ist jedoch auch der Gedanke an die politische Vertretbarkeit.»

Die Ideen gingen auch bei der Dimension des Ortsbusses aus­einander: Von einem bis zu vier Bussen, vom Stunden- bis zum Viertelstundentakt. «Es ist sehr komplex, all diese Varianten durchzuspielen», sagt Eschenmoser. An der nächsten Sitzung wird die Arbeitsgruppe Testfahrten unternehmen. Sie sollen Probleme und Möglichkeiten verschiedener Varianten in der Praxis aufzeigen.

«Wir sind auf gutem Kurs», sagt Eschenmoser. «Aber das ambitionierte Ziel, schon dieses Jahr ein Konzept ins Parlament zu bringen, erreichen wir nicht.»