WEINFELDEN: Alle zwei Tage auf Spritztour

Die Gemeindegärtnerei hat alle Hände voll zu tun. Bei den heissen Temperaturen im Sommer müssen David Keller und seine drei Mitarbeiter die Pflanzen im Dorf besonders gut tränken.

Iliana Perera
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Gemeindegärtner David Keller bewässert in den Morgenstunden die Pflanzen auf dem Weinfelder Friedhof. (Bild: Andrea Stalder)

Gemeindegärtner David Keller bewässert in den Morgenstunden die Pflanzen auf dem Weinfelder Friedhof. (Bild: Andrea Stalder)

Iliana Perera

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@thurgauerzeitung.ch

Für seine Arbeit muss er früh aufstehen. David Keller, Leiter der Gemeindegärtnerei, startet seine Giesstour auf dem Friedhof bereits um 7 Uhr. Jeder der insgesamt vier Gemeindegärtner hat sein zugeteiltes Gebiet im Ort, wo er die Grünflächen pflegt. «Wir achten darauf, dass wir die Pflanzen früh morgens bewässern, damit es durch die Sonnenstrahlen keine Verbrennungen auf den Blättern gibt», sagt Keller. Im Sommer werden die Grünanlagen im Dorf und in der Badi dreimal wöchentlich getränkt.

Besonderes Augenmerk richtet Keller auf den Wechselflor, das sind Rabatten, die im Sommer und im Herbst jeweils neu bepflanzt werden. «Wenn es sehr trocken und heiss ist, müssen wir zusätzlich am Wochenende ausrücken», sagt Keller. «Diesen Sommer ist das oft vorgekommen.» Wichtig sei bei diesen Temperaturen, dass die Pflanzen genügend Wasser erhielten, besonders die jungen brauchten viel Flüssigkeit, um Wurzeln zu treiben. «Man kann sie auch verwöhnen, indem man die Pflanzen jeden Tag nur oberflächlich giesst», sagt Keller. «Aber es ist besser, die Wassermenge zu erhöhen. Pflanzen kann man so auch erziehen.» Pro Quadratmeter werden die Grünanlagen in Weinfelden mit rund 20 Litern Wasser getränkt. So dringe die Flüssigkeit bis tief in die Erde, und die Pflanzen könnten länger davon zehren. Im Frühling und Herbst sind es, je nach Niederschlag, nur etwa zehn Liter pro Quadratmeter, im Winter werden die Grünanlagen von der Gemeindegärtnerei nicht bewässert. Ein guter Indikator für die richtige Wassermenge ist die Wetterprognose: «Ich beobachte das Wetter ständig, das ist sehr wichtig für meine Arbeit.»

Das Unkraut muss auch im Sommer weg

Heimgärtnern empfiehlt David Keller einen Regenmesser. «Ich werde oft angesprochen, dass es geregnet habe und es doch nicht nötig sei, die Pflanzen zu giessen», sagt er. «Es ist schwierig, das richtig abzuschätzen.»

Trotz der zeitaufwendigen Bewässerung der Grünanlagen hat Keller auch im Sommer andere Aufgaben zu erledigen. «Zu meinem Job gehört viel Jäten». Auch teils giftige, gebietsfremde Pflanzen müsse er regelmässig entfernen, damit sich diese nicht verbreiten und so einheimische Pflanzen verdrängen.