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WEINFELDEN: Alarm in der Schule

Notfallübung im Berufsbildungszentrum. Gestern mussten die über 1000 Lernenden und Lehrpersonen die Schule verlassen und sich in Sicherheit bringen. Rektor Willi Spring zieht eine positive Bilanz.
Mario Testa
Die Lernenden und ihre Lehrpersonen verlassen die Gebäude der Berufsschule und begeben sich nach dem Alarm in Sicherheit. (Bild: Mario Testa)

Die Lernenden und ihre Lehrpersonen verlassen die Gebäude der Berufsschule und begeben sich nach dem Alarm in Sicherheit. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

«Achtung Alarmübung, Achtung Alarmübung!» So schallte es gestern kurz nach 9 Uhr durch alle Lautsprecher in vier Gebäuden des Berufsbildungszentrums Weinfelden (BBZ). «Eine hohe Gefährdung für den Betrieb der Schule ist festgestellt worden. Bitte bewahren Sie Ruhe», spricht Rektor Willi Spring ins Mikrofon im Sekretariat und in allen Zimmern und Gängen ist seine Stimme zu hören. Alle Personen sollen das BBZ verlassen und sich zum Sammelpunkt begeben. Mit Willi Spring (Gewerbe) tun dies auch die zwei weiteren Rektorinnen Beatrice Gregus (Gesundheit) und Renate Stieger (Wirtschaft).

Kaum ist die Durchsage verklungen, strömen die Lernenden und Studierenden mit ihren Lehrpersonen auch schon über die Gänge den Ausgängen zu. Gerannt wird nicht, alle bleiben ruhig, nehmen es mit Humor. Warm eingepackt begibt sich der Strom von über 1000 Personen zum Sammelpunkt. Auch wenn sie wegen der Übung teils mitten aus wichtigen Projekten gerissen wurden, und es draussen bitterkalt ist, finden alle Befragten die Übung sinnvoll. «Ich denke, es ist schon gut. Wenn man da die Bilder aus anderen Ländern sieht bei Attentaten», sagt Laura Brunschwiler, angehende Diplomierte Pflegefachfrau im 3. Lehrjahr. «Bei der Durchsage erschrickt man schon, wenn man das Wort ‹Übung› nicht mitbekommt.» Dominic Seeholzer und seine Schreinerlehrling-Kollegen wurden vom Alarm aus dem Turnunterricht gerissen. Mit dicker Jacke, aber kurzen Hosen spaziert er zum Sammelplatz, seine Kollegen in Trainerhosen. Ansonsten sind die meisten Lernenden gut auf die kalten Temperaturen eingestellt und entsprechend warm eingepackt beim Marsch zum Sammelplatz.

Grosse Übungen alle zwei Jahre

Als Beobachter der Übung sind auch Polizei und Feuerwehr zugegen. Rektor Willi Spring leitet die Übung. «Mit allen Blaulichtorganisationen haben die Thurgauer Schulen 2010 ein Konzept erarbeitet, wie wir uns im Notfall verhalten müssen. Aber nur auf dem Papier nützt es ja nichts, deshalb die Übung», sagt er. Alle zwei Jahre würden solche Grossübungen stattfinden, in den anderen Jahren jeweils kleinere, interne. «Es ist wichtig, dass die Lehrerschaft weiss, was zu tun ist und dass auch die nötigen Gerätschaften wie das Megafon immer einsatzbereit sind.»

Zum Schluss der Übung – sämtliche Lernenden und Lehrpersonen sind am Sammelplatz eingetroffen und haben sich bei den Sammeltischen angemeldet – dankt Willi Spring über Lautsprecher allen für die gelungene Übung. Die Lernenden und Studierenden applaudieren und machen sich danach auf den Rückweg in ihre Schulzimmer. Willi Spring zieht derweil eine positive Bilanz: «Es ging alles sehr schnell, ruhig und geordnet. Auch ein Verkehrschaos blieb aus, weil die Zuständigen der Lehrerschaft den Verkehr während der Evakuierung gut geregelt haben.»

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