WEINFELDEN: Abfall im Boden

Der erste Unterflurcontainer in der Gemeinde ist in Betrieb. Etwa 70 weitere kommen in den nächsten Jahren dazu. Sie bringen den Bewohnern Vor- und Nachteile.

Mario Testa
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Bauamtchef Martin Belz beim ersten Weinfelder Unterflurcontainer an der Leuestrasse. (Bild: Mario Testa)

Bauamtchef Martin Belz beim ersten Weinfelder Unterflurcontainer an der Leuestrasse. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Die blauen Punkte auf den Trottoirs in Weinfelden werden verschwinden über die Jahre, und mit ihnen das Bild von weissen Abfallsäcken am Strassenrand. Die Gemeinde stellt das Regime für die Entsorgung des Hauskehrichts fortlaufend auf Unterflurcontainer um. «Ziel ist, dass Abfallsäcke künftig nur noch in den Unterflurcontainer oder den herkömmlichen 800-Liter-Rollcontainern entsorgt werden und nicht mehr offen am Strassenrand deponiert werden», sagt Martin Belz, Leiter des Bauamts Weinfelden. Ein erster Unterflurcontainer an der Leuestrasse ist bereits in Betrieb, zwei weitere im neuen Einfamilienhausquartier an der Dammstrasse sind kurz vor der Inbetriebnahme.

Das Problem mit der bisherigen Lösung sei, dass sich nicht alle Bewohner an die Vorgaben halten und ihre Abfallsäcke manchmal mehrere Tage lang an der Strasse liegen lassen. «Das kann dazu führen, dass nachts Tiere die Abfallsäcke aufreissen und es dann eine grosse Sauerei gibt. Erfahrungen aus anderen Gemeinden haben gezeigt, dass das mit Unterflurcontainern verhindert wird», sagt Belz.

Zeit, um erste Erfahrungen zu sammeln

Wo überall Unterflurcontainer entstehen in den kommenden Jahren, ist noch nicht abschliessend geklärt. «Wir sind in einer Phase, in der wir noch Erfahrungen sammeln. Aber im Grundsatz ist es das Ziel, in allen Wohnquartieren die Unterflurcontainer flächendeckend zu installieren. Zum Schluss werden es etwa 70 sein.» Wo es jedoch heute schon gut klappt mit den herkömmlichen Rollcontainern, sollen diese auch weiterhin betrieben und nicht a priori durch Unterflurcontainer ersetzt werden. Beide Arten von Containern böten den Bewohnern den Vorteil, ihre Abfallsäcke jederzeit entsorgen zu können und nicht nur am Tag der Müllabfuhr. Ein Nachteil könnten künftig längere Wege hin zu den Containern sein. «Weiter als 250 Meter soll niemand zu einem Container gehen müssen. Wir achten darauf, dass diese Distanz nicht überschritten wird.»

Martin Belz rechnet damit, dass bis in fünf Jahren weitgehend alle Unterflurcontainer in Weinfelden erstellt sind.