Weihnachts- ausstellung erneut abgesagt

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Arbon Die geplante Arboner Weihnachtsausstellung (Arwa) vom 1. bis 3. Dezember wird nicht durchgeführt. Diesen schmerz­lichen, aber unumgänglichen ­Absageentscheid hat der Arwa-Vorstand gefasst. Dem negativen Trend der letzten Jahre habe man nicht Gegensteuer geben können, begründet OK-Präsident Adrian Käppeli den Verzicht auf die Durchführung der Weihnachtsausstellung. Schon 2016 hatte keine Arwa stattfinden können.

Laut Käppeli habe sich der Handel sowie das Konsumverhalten «massiv verändert». Diesem negativen Sog könnten sich die Arwa-Macher nicht entziehen. Die Mindestzahl an Ausstellern konnte in der Akquisitionsphase wie schon im letzten Jahr nicht erreicht werden. Das auf der Basis der geringeren Anmeldungen ­erstellte Budget habe den Ausschlag gegeben, auf eine Durchführung der Weihnachtsausstellung zu verzichten. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt wäre eine deutlich geschrumpfte Messe mit einem eingeschränkten Branchenmix nicht attraktiv genug, um dem eigenen sowie dem Anspruch der Besucher gerecht werden zu können.

Die Absage ist noch kein Präjudiz für das Sterben der langen Arwa-Tradition: «Die Zukunft der Arwa und des Trägervereins ist offen. Sie wird an der nächsten Jahresversammlung – 2018 – diskutiert werden», sagt Käppeli.

Bereits im Vorjahr musste die Arboner Weihnachtsausstellung wegen zu wenig Ausstelleranmeldungen abgesagt werden – fünf Wochen, bevor die Arwa hätte eröffnet werden sollen. Verworfen wurde schnell eine Turnuslösung mit der «Messe am See» im Frühling. Die damals erhofften Impulse aus dem Gewerbe und dem Detailhandel für eine Neubelebung kamen nicht. Arbon sei kein Einzelfall. Auch andere Gemeinden plagten die gleichen Probleme. (me)