Wehwehchen, Luftkampf, Wasserleiche

Am Jahrgängertreff tauschten die Arboner 38er Erinnerungen aus. Der Zweite Weltkrieg und ein während des Unterrichts ertrunkenes Mädchen blieb den meisten im Gedächtnis. Man redete aber auch über Alltägliches wie die Familie oder leichte Gebrechen.

Erwin Schönenberger
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Die Arboner 38er am Jahrgängertreffen im Strandbad. (Bild: Erwin Schönenberger)

Die Arboner 38er am Jahrgängertreffen im Strandbad. (Bild: Erwin Schönenberger)

ARBON. Lang ist es her. Aus den Schülern mit Jahrgang 1938, die in Arbon in dieselbe Klasse gingen, sind in der Zwischenzeit Senioren geworden. Neben der Familie erzählen sie im Strandbad Arbon auch von Wehwehchen am Jahrgangstreff und bewegen sich langsamer. Trotz Namensschild fällt es am vergangenen Freitag meist schwer, die Gesichter wiederzuerkennen.

Heimlich verehrt

Andere erkennt man sofort. Vielleicht hat man in der Jugend aus Schüchternheit eine Kameradin heimlich verehrt. «Ich habe einige Mädchen gern gehabt, aber sie haben es nicht gemerkt», sagt ein Mann. Mit dem Strandbad sind viele schöne Erinnerungen verbunden. Leider erinnert man sich auch daran, dass eine Schülerin ertrank, während der Lehrer auf einer Bank sass und sich wenig um seine Klasse kümmerte.

Brennendes Friedrichshafen

Dennoch ist man sich beim Mittagessen im Seegarten einig, dass die 38er eine gute Zeit erlebt haben. Es tobte in der frühen Jugend zwar der Zweite Weltkrieg. Man erinnert sich aber nur noch an Bilder vom brennenden Friedrichshafen und von Luftkämpfen. Wie dramatisch die Zeit war, wurde einem erst später bewusst.

Zwei Arboner des Jahres

Ja, mit Lina Brunner und Hans Geisser wurden sogar zwei unserer 38er Arboner des Jahres. Brunner engagierte sich während vieler Jahre in der evangelischen Kirche Arbon, Geisser kümmerte sich um die Lokalgeschichte. Viel hätte man am Treff noch wissen wollen, bevor man auseinanderging. Der nächste Treff im «Frohsinn» steht aber schon an.