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Wechselhafte Geschichte

1711: Der «Goldene Löwen» wird von Abraham Rutishauser als Restaurant gebaut. 1807: Johan Jakob Häberli übernimmt den «Goldenen Löwen» für 5000 Gulden. Auf diesen Eigentümer geht die langjährige Bezeichnung «Häberlihaus» zurück. Häberli nutzte das stattliche Gebäude als Sitz der Gerichtsbarkeit.

1711: Der «Goldene Löwen» wird von Abraham Rutishauser als Restaurant gebaut.

1807: Johan Jakob Häberli übernimmt den «Goldenen Löwen» für 5000 Gulden. Auf diesen Eigentümer geht die langjährige Bezeichnung «Häberlihaus» zurück. Häberli nutzte das stattliche Gebäude als Sitz der Gerichtsbarkeit.

1927: Die Schuhmanufaktur Löw aus Oberaach erwirbt den «Goldenen Löwen» und nutzt ihn als Wohlfahrtshaus.

1961: Der «Goldene Löwen» geht in neue Hände über, wird wieder eine Gaststätte. Fortan wechseln mehrfach die Besitzesverhältnisse.

1974: Zu Pfingsten brennt ein Nebentrakt des «Goldenen Löwen», eine neu umgebaute Dépendance, ab. Ein Mann hat in geistiger Umnachtung das Gebäude angezündet.

1979: Arnold Abderhalden kauft den «Goldenen Löwen» für 1,2 Millionen Franken.

6. Mai 1984: Um 21.15 Uhr erschüttert eine Explosion die Umgebung des Gasthauses «Goldener Löwen». Unmittelbar nach der Explosion steht das Gebäude in Vollbrand. Trotz sofortigem Einsatz der Feuerwehr kann das Riegelhaus nicht mehr gerettet werden. Es brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Polizei verhaftet noch in der gleichen Nacht den Tatverdächtigen Josef Söll. Der 32jährige Österreicher war in der Brandnacht mit schweren Verletzungen neben dem «Goldenen Löwen» gefunden worden.

7. Mai 1984: Die Polizei verhaftet den Eigentümer Arnold Abderhalden im Tessin. Ein Passepartout bei den Effekten Sölls liess auf die Verwicklung des Eigentümers in die Brandstiftung schliessen.

3. September 1984: Inzwischen steht fest, dass Brandstiftung im Spiel ist. Für Hinweise, die zur Klärung des Falles führen, wird eine Belohnung von 100 000 Franken ausgesetzt.

28. Mai 1986: Die Brandruine des «Goldenen Löwen» wird versteigert. Die Gebäudeversicherung ersteigert sich die Überreste des einst denkmalgeschützten Gebäudes für 500 000 Franken. Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, dass der Besitzer zusammen mit dem Hotelier Johann Tschallner, der mit dem Verkauf des Gebäudes beauftragt gewesen war, einen Versicherungsbetrug inszenierte.

4. November 1987: Das Thurgauer Obergericht muss über den Fall befinden. Die drei Tatverdächtigen haben sich die Schuld gegenseitig zugeschoben. Das Gericht geht davon aus, dass alle drei Angeklagten zu erheblichen Teilen beteiligt gewesen sind. Entgegen den Anträgen der Verteidigung, die eine Freiheitsstrasse zwischen 18 Monaten bedingt und 5 Jahren fordert, sieht das Gericht ein ausserordentlich schweres Verschulden aller drei Angeklagten und verurteilt sie zu Zuchthausstrafen von je sieben Jahren.

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