Wasserverbrauch rückläufig

Delegiertenversammlung der regionalen Wasserversorgung Kreuzlingen und Umgebung konstatiert Negativtrend im Verbrauch und heisst Budget gut.

Ursula Meier-Schellenberg
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Kreuzlingen. 28 Delegierte der Verbandsgemeinden hiessen im Kreuzlinger Rathaus die Betriebsrechnung 2007 und das Budget 2009 des Zweckverbandes Wasserversorgung Kreuzlingen und Umgebung einstimmig gut. Ein stagnierender Wasserverbrauch liegt in den vergangenen Jahren im Trend.

Künftig in den Gemeinden

Zweckverbandspräsident und Stadtrat David Blatter begrüsste am traditionellen Versammlungsort die Delegierten und die Mitglieder der Betriebskommission. Diese Tradition wird nun geändert, die DV des Zweckverbandes Wasserversorgung Kreuzlingen und Umgebung wird turnusgemäss jeweils in einer der angeschlossenen Gemeinden stattfinden, die Wasser von Kreuzlingen beziehen. Am 29. Oktober 2009 gewährt Ermatingen den Delegierten Gastrecht. Die Verrechnung des Rohrnetzverlustes in Höhe von fünf Prozent Zuschlag für alle Gemeinden soll auf die nächste DV überprüft werden.

Wasserabgabe stagniert

Der vorliegende Jahresbericht 2007 wurde noch vom ehemaligen Direktor Dieter Reichelt verfasst und erläutert die Produktion und die ausgeführten Arbeiten im 28. Betriebsjahr des Zweckverbandes. David Blatter dankte ihm für die in den vergangenen fünf Jahren umsichtig getätigte Geschäftsführung. Neuer Technischer Betriebsleiter ist Maurizio Ditaranto, und Guido Gross ist zum neuen Direktor gewählt worden.

5,2 Prozent weniger

Im Seewasserwerk sind 3 491 276 Kubikmeter Trinkwasser aufbereitet (im Vorjahr 3 684 464 Kubikmeter) und davon 3 297 054 Kubikmeter (im Vorjahr 3 564 293 Kubikmeter) von einwandfreier Qualität wie in den vergangenen Jahren über das Leitungsnetz an die Versorgungen der Verbandsmitglieder gefördert worden. Der Wasserverbrauch ist gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent rückläufig. Die höchste Tagesproduktionsmenge ist am 28. April mit 14 530 Kubikmetern gemessen worden.

Strompreis schlägt sich nieder

Rechnungsführer Stefan Raible erläuterte die Betriebsrechnung 2007, die mit einem Gewinn von 75 225 Franken schliesst. Vom Gewinn werden 70 000 Franken für die Anlageerneuerung zurückgestellt und 5225 Franken als Gewinnvortrag verwendet. Die Delegierten genehmigten diskussionslos die Jahresrechnung 2007.

Das Budget 2009 schliesst mit einem Defizit von 89 600 Franken. Die starke Strompreiserhöhung schlägt sich im Budget nieder, und es wird weiterhin mit sinkendem Wasserverkauf gerechnet. Laut Betriebskommission ist das Defizit vertretbar, und es wird keine Tarifanpassung ins Auge gefasst.

Finanzplan ausgeglichen

Im Investitionsbudget 2009 figurieren nebst bereits bewilligten Krediten einzig die jährlichen Investitionen für Pumpwerke und Leitungsbau in Höhe von 70 000 Franken. Der Finanzplan für die Jahre 2007 bis 2012 zeigt ein knapp ausgeglichenes Ergebnis. Die Delegierten stimmten diskussionslos ohne Gegenstimme für das vorgelegte Budget 2009. Heinz Ehmann, Abteilungsleiter Gewässerqualität, Amt für Umwelt, referierte im Anschluss an die DV über Gewässerqualität.

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