Wasser bedeutet Leben und Gefahr

Die Einwohner können sich im Münsterlinger Gemeindehaus über das Druckzonenkonzept und das Hochwasser-Retentionsbecken informieren. Am 20. November stimmt die Gemeindeversammlung ab.

Drucken

MÜNSTERLINGEN. Seit dem Zusammenschluss der Ortsgemeinden Landschlacht und Scherzingen sind die Strukturen der Wasserversorgung zusammengewachsen. Zusätzlich sind die Gemeinde und der Spitalcampus stark gewachsen. Der aktuelle Stand der Wasserversorgung entspricht weder organisatorisch noch hydraulisch den Anforderungen an eine zukunftsgerichtete Grundversorgung. Im Januar 2011 wurde deshalb mit der Spital Thurgau AG und dem Kanton ein Vorprojekt zur Erarbeitung grundsätzlicher technischer Lösungsvarianten gestartet. Überprüft wurde auch eine mögliche Organisation der künftigen Wasserversorgung.

Höher gelegenes Reservoir

Im neuen Druckzonenkonzept werden die notwendigen baulichen und technischen Massnahmen zur Umsetzung des Generellen Wasserversorgungsprojektes beschrieben und zusammengefasst. Für Münsterlingen bedeutet dies vor allem der Neubau eines Wasserreservoirs. Aktuell herrscht in grossen Teilen des Verteilnetzes ein Druck von deutlich unter vier Bar. Das beeinträchtigt die Hauptfunktion und den Komfort der Wasserversorgung.

Das bestehende, sanierungsbedürftige Reservoir Hasenrüti wird durch einen Neubau im höher gelegenen Forebüel ersetzt. Das projektierte Reservoir dient Münsterlingen und dem Spitalcampus. Die Kosten für den Neubau, zwei Stufenpumpwerke, Messstellen, Leitungen und den Abbruch des alten Reservoirs belaufen sich auf 3,825 Millionen Franken. Darüber werden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 20. November befinden.

Kredit für Hochwasserschutz

An dieser Versammlung wird auch über einen Bruttokredit von 255 000 Franken für das Hochwasser-Retentionsbecken Weiherstrasse abgestimmt. Im Hochwasserschutzkonzept der Gemeinde sind Massnahmen mit verschiedenen Prioritäten und Wirkungen definiert. Grundsätzlich wurden drei Etappen bestimmt: Das Einzugsgebiet Oberfeldbach/Chelhof, Pflägerbach/Seebach und Töbelibach/Mostibach. Für den Gemeinderat steht der Hochwasserschutz für das Siedlungsgebiet im Vordergrund.

Das neue Retentionsbecken soll Pufferraum für das abfliessende Wasser und die Reduktion der Abflusswerte schaffen. Das Becken bietet zusätzlich die Chance, ein Stück Natur an die Siedlungsgrenze zu bringen und das Landschaftsbild aufzuwerten. Beide Projekte werden bis 20. November im Münsterlinger Gemeindehaus ausgestellt. (kp)

Aktuelle Nachrichten