«Was ich beginne, führe ich zu Ende»

Mit Monika Kaelin hatte Wolf Buchinger in seiner letzten Aufzeichnung zur Sendung «Wolfsmenschen» einen schillernden, aber auch eigenwilligen Gast. Das Publikum war begeistert von Monika Kaelin.

Hugo Berger
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Monika Kaelin war Wolf Buchingers letzter Interviewgast. (Bild: Hugo Berger)

Monika Kaelin war Wolf Buchingers letzter Interviewgast. (Bild: Hugo Berger)

HAGENWIL. «Ich habe nicht gewusst, dass die Schweiz so gross ist – ich bin vor Winterthur zwei Stunden im Stau gestanden», sagte Monika Kaelin zu Beginn des Interviews im Obstkeller des Schlosses Hagenwil scherzend. Später verriet sie: «Ich spielte mit dem Gedanken, das ganze abzubrechen und zurückzufahren.» Ein Vorhaben nicht zu Ende zu führen, ist jedoch nicht ihre Sache, wie die rund 60 Gäste im Verlaufe des Gesprächs mit Moderator Wolf Buchinger erfuhren. Wer ein Ticket erhalten hatte, konnte sich glücklich schätzen, hatten sich doch rund 400 Personen zum Anlass angemeldet, wie von Roland Gutjahr, Produzent der Talksendung, zu erfahren war.

Selbst keinen Preis

Einen grossen Teil ihrer Zeit widme sie dem Amt als Präsidentin des Vereins Showszene Schweiz Prix Walo, ein Amt, welches sie seit 15 Jahren in Freiwilligenarbeit ausführt. Und: Nein, selbst schiele sie nicht auf den Preis, versicherte die Sängerin, Texterin, Moderatorin und Schauspielerin aus Thalwil und betonte: «Das ganze ist eine ernste und seriöse Sache, an der 30 Personen längere Zeit gewissenhaft arbeiten.» Grossen Applaus erntete die gelernte Kindergärtnerin, als sie «auf Knopfdruck» einen Jodler zum Besten gab. Mit 13 Jahren habe sie festgestellt, dass sie das «absolute Musikgehör» besitze, verriet sie. Gelüftet wurde das Geheimnis, woher die Powerfrau, die mehrere Sprachen spricht, ihre Energie bezieht: An einem Gesundheitscheck, den sie durchführen liess, habe man festgestellt, dass sie nicht nur eine Milz, sondern zweieinhalb besitze.

Putzen und Kochen

Im Anschluss an das Interview, das von Tele Ostschweiz aufgezeichnet wurde, nutzte Roland Gutjahr die Gelegenheit, das Privatleben des Gastes näher zu beleuchten. Auf die Frage: «Stehst Du auch hinter dem Herd und kochst?», kam die prompte Antwort: «Denkst Du, mein Mann Fritz kocht? Ich koche nicht nur, ich putze sogar.»

Dass sie auf der Strasse von allen Leuten erkannt werde, störe sie überhaupt nicht. «Die Schweiz ist doch nicht viel mehr als ein grosses Dorf, und in einem Dorf kennt und grüsst man sich, das ist ganz normal.» Der Erfolg sei ihr nicht einfach in den Schoss gefallen. Wie jeder Mensch habe sie auch eine Schwäche: «Ich habe Mühe, Links und Rechts zu unterscheiden», gestand sie.