Warten auf Felix Baumgartner

ARBON. Vor vier Monaten sprang der Österreicher Felix Baumgartner aus der Stratosphäre. Die Stadt Arbon möchte ihrem berühmtesten Einwohner seither gerne gratulieren. Doch bis heute hat sich der Extremsportler noch nicht gemeldet.

Erika Pál
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Felix Baumgartner nach dem Sprung im Oktober aus der Stratosphäre. (Archivbild: epa)

Felix Baumgartner nach dem Sprung im Oktober aus der Stratosphäre. (Archivbild: epa)

Vergebens wartet man im Rathaus auf einen Anruf von dem Menschen, der als erster die Schallmauer durchbrochen hat. Felix Baumgartner, gebürtiger Österreicher mit Wohnsitz in Arbon und Amerika.

Die Stadt Arbon würde gerne ihm zu Ehren eine Feier ausrichten, schliesslich ist man ja stolz auf seinen berühmten Einwohner. «Uns war klar, dass er nach dem Sprung viele Sponsoren- und Werbeauftritte haben wird, dennoch haben wir es bedauert, dass wir ihn nicht persönlich erreichen konnten», sagt Monique Trummer, Kommunikationsverantwortliche der Stadt Arbon.

Kein Hahn kräht mehr danach

Mittlerweile sind seit dem Sprung vier Monate vergangen und Felix Baumgartner ist auf vielen Veranstaltungen in der ganzen Welt zu sehen, zuletzt an der Skiweltmeisterschaft in Schladming. Und doch scheint er öfters in Arbon in seinen vier Wänden zu sein. Auf seiner Facebook-Seite lädt er Bilder hoch, die den alten Hafen in Arbon zeigen und wie angetan er doch sei, den Morgen mit dieser Aussicht zu begrüssen.

Schon öfters hat sich die Stadt Arbon bemüht, Kontakt mit Felix Baumgartner aufzunehmen. «Wir haben ihm diverse Nachrichten hinterlassen und mehrmals auch versucht, ihn telefonisch zu erreichen», sagt Trummer.

Kontakt hatte sie zuletzt mit der Medienstelle von Red Bull in Österreich im Dezember 2012. Diese haben die Verantwortung an Baumgartner selbst übergeben. «Es liegt jetzt an ihm, uns ein paar Daten vorzuschlagen», sagt Monique Trummer.

Kein grosses Tohuwabohu

Es sei auch kein grosses Fest geplant. Zu einer Zusammenarbeit mit dem Energygetränke-Hersteller käme es ohnehin nicht. Vorgestellt hat sich die Stadt eine kleine Podiumsveranstaltung mit Apéro im Seeparksaal, mit Baumgartner als Ehrengast. «Er hätte ein paar Fragen beantworten können wie zum Beispiel, was ihn denn nach Arbon gezogen hat oder wie er sich hier auf den Sprung vorbereitet hat», sagt Trummer. Und wenn ihm selbst das zu viel wäre, würde sich die Stadt über einen kleinen Gratulations-Apéro freuen. «Gerne würden wir ihm einfach zeigen, dass ihn die Stadt Arbon wahrnimmt und den von ihm so gewünschten Rückzugsort bietet.»

Keine Auskunft von Red Bull

Auf Anfrage unserer Zeitung gab es auch gestern von Red Bull keine Angaben über den momentanen Aufenthaltsort oder die weiteren Pläne von Felix Baumgartner. Man verweist lieber darauf, ihm via Facebook zu folgen.

Da bleiben einem nur noch die tröstenden Worte, welche Baumgartner nach seinem Sprung von sich gab: «Arbon – was für ein schöner Ort! Perfekt, um mich nach meinem Sprung zu erholen.»