Warten auf den Geistesblitz

Leuchtturm

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Die Frauenfelder haben es gut. In ihrem Schloss ist das Historische Museum untergebracht. Es ist zwar zu klein dafür, und der Kanton sucht sich jetzt einen neuen Standort. Die Frauenfelder müssen sich aber keine Sorgen machen, dass ihr Wahrzeichen bald leer steht. Solange nicht klar ist, wie das geschichtsträchtige Gemäuer genutzt wird, bleibt die Sammlung, wo sie ist. Todsicher.

Die Romanshorner haben auch ein Schloss, das ebenfalls zu klein ist. Nicht für ein Museum, aber für ein Hotel mit Restaurant. Doch es gehört nicht dem Kanton, sondern einer Firma. Und darum steht das Wahrzeichen von Romanshorn seit über einem Jahr leer, nachdem die letzten Pächter vorzeitig das Weite gesucht haben. Die Eigentümer wollen das Anwesen nun verkaufen, was aber nicht einfach zu sein scheint. Obwohl sie ihre ursprünglichen Preisvorstellungen massiv nach unten korrigiert haben. Einer der schönsten Plätze in der Hafenstadt ist jetzt halt ein toter Winkel. Möglicherweise noch auf Jahre hinaus.

Aber egal. Jammern nützt nichts. Was auch die Meinung des Oberthurgauer Regierungsrates Walter Schönholzer ist, der bedauert, dass der Oberthurgau zu oft das vernachlässigte hässliche Entlein spielt. Dem Romanshorner Stadtrat kann er diesen Vorwurf allerdings nicht machen. Die Behörde arbeitet am Bild eines schönen Schwans. Dazu hat sie vor einem Jahr ein Beleuchtungskonzept fürs Hafengebiet in Auftrag gegeben. Vielleicht auch nur in der Hoffnung, dass so irgend jemandem irgend wann in Bezug aufs verlassene Schloss ein Licht aufgeht. (mso)

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