Wandern zum Wein aus dem Safe

Am Sonntag feiert die Gemeinde Weinfelden mit Winzern und Gastronomen die offizielle Eröffnung des neuen Weinwegs. Der Rundkurs bietet Wanderern nebst vielen Informationen auch Degustationsmöglichkeiten und Kunstinstallationen.

Mario Testa
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Die künstlerische Leiterin Melanie Brunner, Winzer Benno Forster und Gemeinderat Valentin Hasler präsentieren den Weinsafe auf dem Weinweg. Den Weinweg-Rucksack – gefüllt mit Gläsern, Brot, Wasser, Regenschutz und Wanderkarte – gibt es am Bahnhof für 19 Franken zu kaufen. (Bild: Mario Testa)

Die künstlerische Leiterin Melanie Brunner, Winzer Benno Forster und Gemeinderat Valentin Hasler präsentieren den Weinsafe auf dem Weinweg. Den Weinweg-Rucksack – gefüllt mit Gläsern, Brot, Wasser, Regenschutz und Wanderkarte – gibt es am Bahnhof für 19 Franken zu kaufen. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Glühwein hätte am besten gepasst beim Presserundgang. Die Schar Journalisten und Macher des Weinwegs kämpfen sich durch Hagel und Regen bei der Erkundung des neuen Weinwegs am Dienstagnachmittag. «Ich bin sehr erfreut über das Projekt, wie es jetzt rausgekommen ist», sagt Gemeinderat Valentin Hasler, Mitglied der Arbeitsgruppe Weinweg.

In 15 Sitzungen hatte die siebenköpfige Arbeitsgruppe den neuen Weinweg erarbeitet, der den bisherigen, 33 Jahre alten ersetzt. Die Kosten für die Gestaltung, die Informationstafeln, Kunstobjekte und den Internetauftritt des Weinwegs betragen 160 000 Franken. «100 000 Franken haben Sponsoren beigetragen, 60 000 übernimmt die Gemeinde», sagt Hasler. Hauptsponsoren des Wegs sind die Thurgauer Kantonalbank und die Mobiliar Versicherungen.

Infos, Kunst und Interaktion

Federführend bei der Gestaltung des Weinwegs war Designerin Melanie Brunner. «Früher beschränkte sich der Weinweg auf die Wissensvermittlung. Diese haben wir beibehalten und ausgebaut, aber auch noch die Bereiche Kunst und Interaktion dazu genommen», sagt sie. Zu den interaktiven Posten gehört der Weinsafe mitten in den Reben. Mittels Zahlencode, den die Wanderer mit dem Weinweg-Rucksack am Bahnhof beziehen können, öffnen sie die Türe und können eine Auswahl Weinflaschen aus dem kühlen Boden hochpumpen. «Hier können die Weine degustiert werden. Wir hoffen, dass sich die Wanderer an die Vorgaben halten und die Flaschen nach zwei Gläsern Wein auch wieder in den Safe zurückstellen», sagt Winzer Benno Forster, der ebenfalls in der Arbeitsgruppe mitwirkt. «Wir werden sehen, wie sich das bewährt. Ich bin aber zuversichtlich, dass es keine Probleme gibt.»

Touristiker sind begeistert

Ildikó Buchner von der Weinregion Bodensee ist begeistert vom Weinweg. «Ich kenne einige Weinwege, aber einen solch modernen gibt es weit und breit nirgends.» Und Nathalie Meo von Thurgau Tourismus sagt: «Der Weinweg verbindet zwei Thurgauer Stärken: Geniessen und Wandern. Das ist sehr gefragt.»

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