WAHLEN: Erfolglose Kandidatensuche

Trotz Aufrufs und vieler Gespräche fehlen für die Schulbehörden in der Region noch immer Kandidierende. Die Wahlen finden an Versammlungen in zwei Wochen statt.

Mario Testa
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Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Verantwortung übernehmen und Zeit investieren fürs Gemeinwohl liegt nicht im Trend. So lässt sich zumindest die Ausgangslage für die Wahlen der Schulbehörden in Affeltrangen, Märwil und Bussnang interpretieren. In diesen drei Schulgemeinden fehlen weiterhin vier Kandidierende für die Wahlen vom 27. und 29. März.

Ganz ohne neu Kandidierende steht nach wie vor die Primarschulgemeinde Bussnang-Rothenhausen da. «Wir führen kommende Woche noch ein Gespräch mit einer Person, die eventuell zur Wahl antreten wird», sagt Schulpräsident Daniel Hafner. «Sie hat sich aufgrund des ersten Zeitungsartikels vor einem Monat, in dem sie von den Vakanzen erfahren hat, bei uns gemeldet.» Daniel Hafner als Präsident und zwei Behördenmitglieder treten in Bussnang erneut zur Wahl an, in der Behörde sollten jedoch fünf Personen mitwirken.

Kein Kandidat fürs Präsidium in Märwil

Nichts bewirkt hat der Zeitungsartikel vom 16. Februar in Märwil. Zwar kandidiert Nouria Jarjour Vogel als neues Mitglied der Primarschulbehörde, fürs Präsidium hat sich jedoch noch kein Kandidierender gemeldet. «Wir haben deshalb in der Botschaft zur Versammlung nochmals auf die Vakanz hingewiesen», sagt Vize-Präsidentin Renata Franciello. «Ich vermute, die Leute getrauen sich einfach nicht, vorne hinzustehen. Sie fürchten sich wohl davor, zur Zielscheibe zu werden.»

Auch in der Sekundarschulgemeinde Affeltrangen gibt es für eine Vakanz noch keine Kandi­daten. «Es sieht schlecht aus», sagt Schulpräsident Roger Holenstein. «Aber ich stehe in Kontakt mit Personen, die sich eine Kandidatur überlegen. Es reicht ja, wenn sie sich dann an der Versammlung melden.»

In den zwei weiteren Primarschulgemeinden Ottoberg und Lauchetal sind jeweils so viele Kandidierende vorhanden wie Vakanzen bestehen – im Lauchetal sieht es laut Präsidentin Conny Strässle sogar so aus, als ob die Stimmbürger an der Versammlung eine echte Auswahl bekommen. «Nach dem ersten Zeitungsartikel hat sich ein weiterer Kandidat bei mir gemeldet. Er hat gesagt, dass er beim Durchlesen des Artikels festgestellt habe, dass zwei Frauen, aber keine Männer kandidieren – und das wolle er mit seiner Kandidatur nun ändern», sagt Strässle. Sie begrüsse es, dass die Stimm­bürger nun eine echte Auswahl hätten an der Versammlung.