WÄLDI: Ein unerwarteter Rücktritt

Die Gemeindeversammlung genehmigte das Budget und die Kreditanträge für ein neues Feuerwehrauto und Unterflurcontainer. Ausserdem gab es von Gemeinderätin Petra Kuhn überraschende Neuigkeiten.

Barbara Hettich
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Barbara Hettich

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Die Überraschung kam am Schluss der Versammlung: Unter Traktandum «Verschiedenes» gab Gemeinderätin Petra Kuhn ihren vorzeitigen Rücktritt aus dem Gemeinderat per Ende Juni 2018 bekannt. Dieser Entscheid sei ihr nicht leicht gefallen, erklärte sie mit bewegter Stimme. Erst 2015 wurde sie in die Behörde gewählt und übernahm das Ressort Sicherheit. 2016 folgte ihre Wahl in den Kantonsrat. Zwei solche Mandate seien nebst ihrem Beruf nicht zu vereinbaren, erklärte sie. Die Ersatzwahl wird an der Rechnungsgemeinde am 1. Juni 2018 stattfinden, Kandidaturen müssen bis am 15. März bei der Gemeinde eingereicht werden, informierte Gemeindepräsident Adrian König.

Keine Änderungen hat es hingegen beim Steuerfuss gegeben: Für das Jahr 2018 rechnet der Gemeinderat Wäldi mit einem kleinen Defizit von 31160 Franken bei einem Gesamtaufwand von 3,695 Millionen Franken und gleichbleibendem Steuerfuss von 55 Prozent. Im Jahr 2018 sind Bruttoinvestitionen von über 1,074 300 Millionen Franken geplant, davon werden 662000 Franken über gebührenfinanzierte Spezialkonten abgeschrieben: 309000 Franken durch die Elektrizitätsversorgung, 242000 Franken durch die Wasserversorgung und 111000 Franken durch die Abwasserbeseitigung. Ein grosser Teil der steuerrelevanten Investitionen ist für Sanierungen von Gemeindestrassen vorgesehen.

Diskussionen über Unterflurcontainer

«Die Finanzlage der Politischen Gemeinde Wäldi präsentiert sich weiterhin gut», sagte Gemeindepräsident Adrian König. Er stellte eine Steuerreduktion für das Jahr 2019 in Aussicht, sofern keine unvorhergesehenen Ausgaben auf die Gemeinde zukommen werden. Einstimmig genehmigte die Versammlung den Voranschlag. Für wesentlich mehr Diskussionen sorgte das Kreditbegehren über 74000 Franken für die Installation von Unterflurcontainern (UFC) beim Werkhof der Gemeinde in Hefenhausen. Der grosse Vorteil der Unterflurcontainer sei, dass der Abfall jederzeit entsorgt werden könne. ­Geplant sind insgesamt zwei Unterflurcontainer für Haushaltsabfälle, drei für Glas und ein einzelner für Alu.

Mit der Anschubfinanzierung der KVA wird dies die Gemeinde effektiv noch 50000 Franken kosten, erklärte die zuständige Gemeinderätin Doris Michielin. Unterflurcontainer würden sich insbesondere für dicht besiedelte Gebiete eignen, in der Gemeinde Wäldi werde man deshalb nicht flächendeckend UFC installieren. Das bedeutet, dass 800-Liter-Container weiterhin im Einsatz bleiben. Der Haushaltsabfall sei nicht das einzige Problem in der Gemeinde, auch die Entsorgung des Grünguts sei nicht optimal gelöst, bemängelte ein Stimmbürger. Ein Abfallkonzept fehle, und deshalb sei das Kreditbegehren zurück zu weisen. Sein Antrag hatte mit 11 Ja-Stimmen bei 74 anwesenden Stimmberechtigten keine Chance, die Mehrheit sprach sich für die In­stallation der Unterflurcontainer beim Werkhof aus.

Neues Feuerwehrauto für die Gemeinde

Diskussionslos genehmigte die Versammlung den Kauf eines neuen Mehrzweckfahrzeuges für den Feuerwehrzweckverband Wäldi-Raperswilen über 58300 Franken. Konkret handelt es sich um ein neues Feuerwehrauto.

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