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Wähler durchkreuzen FDP-Strategie

Drei der vier Sitze im Arboner Stadtrat sind bereits im ersten Wahlgang vergeben: Patrick Hug (CVP) macht ein Spitzenresultat, die SP meldet sich mit Peter Gubser zurück, und Hans Ulrich Züllig (FDP) behauptet sich gegen den Willen der eigenen Partei.
Markus Schoch

ARBON. Bereits alle Schäfchen im trockenen hat die FDP. Sie hatte bis jetzt zwei Sitze im fünfköpfigen Stadtrat. Und die Partei wird auch in den nächsten vier Jahren mindestens zwei Sitze haben. Die Rechnung ging trotzdem nicht ganz auf für die Freisinnigen. Denn das Rennen machte nebst Stadtammann Andreas Balg auch der 64jährige Hans Ulrich Züllig, den die FDP eigentlich aufs Altenteil schieben wollte.

Schuhwerk braucht Bedenkzeit

Auf Antrag des Vorstandes nominierte die Basis anstelle von Züllig Parlamentspräsidentin Christine Schuhwerk, die aber bei den Wählern am Wochenende durchfiel. Sie machte von allen acht Stadtratskandidaten das zweitschlechteste Resultat und lag über 500 Stimmen unter dem absoluten Mehr. Ob sie zum zweiten Wahlgang antritt, ist offen. Sie wolle es sich in den nächsten Tagen überlegen, sagte auf Anfrage Parteipräsidentin Silke Sutter Heer. Sie verwies darauf, dass die Frauen einen Anspruch auf Vertretung im Stadtrat hätten.

Er empfinde keine Genugtuung, aber «Freude, dass ich weiterarbeiten kann», sagte Züllig auf Anfrage. Ihm sei es immer um die Sache gegangen, und das hätten die Wähler jetzt goutiert. Zu Gesprächen mit der FDP über die weitere Zusammenarbeit sei er gerne bereit. Sutter Heer dazu: «Wir müssen jetzt schauen, wie wir miteinander eine neue Basis finden.»

SP wieder dabei

Ein zumindest teilweise guter Tag war es gestern auch für die SP. Peter Gubser verlor zwar die Stadtammannwahl, aber die Arboner machten ihn auf Anhieb zum Stadtrat, wo die Sozialdemokraten die letzten vier Jahre nicht mehr vertreten waren. Ein zweiter Sitzgewinn mit Fabio Telatin scheint aber eher unwahrscheinlich. Zumal die Parteileitung zuerst entscheiden muss, ob er überhaupt nochmals antreten soll.

Ihr Ziel nur teilweise erreicht hat die CVP. Patrick Hug erzielte zwar mit 2359 Stimmen erneut ein «Traumresultat», das er als grossen Vertrauensbeweis und Anerkennung auch seiner Arbeit als Vizestadtammann betrachte, wie er selber sagte. Reto Stäheli verpasste aber die Wiederwahl, nachdem er vor vier Jahren noch geglänzt hatte. Ihm fehlten diesmal 64 Stimmen fürs absolute Mehr. Möglicherweise bekam Stäheli die Quittung für die teilweise umstrittenen Verkehrsmassnahmen, die in seine Zuständigkeit als Ressortverantwortlicher fallen. Er selber wollte diese Erklärung nicht kommentieren. «Ich muss das Resultat akzeptieren.» Ob er zum zweiten Wahlgang zur Verfügung steht, konnte Stäheli gestern nicht sagen. «Es ist alles offen. Das Ganze muss sich jetzt setzen.»

SVP noch ohne Sitz

Um ihren Sitz bangen muss die SVP. Amtsinhaber Konrad Brühwiler verpasste die Wiederwahl noch deutlicher als Stäheli, was für den SVP-Mann nicht ganz unerwartet kommt. «Ich gehe aber davon aus, dass ich nochmals antreten darf.» Fraglich ist, ob seine Parteikollegin Astrid Straub ebenfalls eine zweite Chance erhält. Sie machte das schlechteste Resultat. Fraktionschef Andrea Vonlanthen jedenfalls geht davon aus, «dass wir jetzt die Kräfte bündeln».

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