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Vorbildlich

Randnotiz
Jacqueline Rutishauser

«Nur noch zwei Mal schlafen, dann kommt der Polizist», verkündet mir mein Vierjähriger stolz, als ich ihn vom Kindergarten abhole. Unter seinem Arm trägt er eine gefaltete Malvorlage zum Thema «Mein Schulweg». Zuhause angekommen, breitet er den Papierbogen vorsichtig auf dem Küchentisch aus, holt die drei restlichen Filzstifte, welche die Belastungsprobe durch ihn und seine Geschwister überlebt haben, und beginnt, das Bild sorgfältig auszumalen.

An besagtem Tag sind auch die Amriswiler Eltern auf- gefordert, dem Unterricht des Polizisten beizuwohnen. Im Klassenzimmer lernen die Knirpse mit einem portablen Zebrastreifen, wie man eine Strasse richtig überquert. Der Mittagsverkehr hat an der stark befahrenen Arbonerstrasse eingesetzt, als die Kinder vor der Fussgängerinsel stehen und warten, bis sie das «Warte, luege, lose, laufe» üben können.

Uns Eltern legt der Polizist ans Herz, auch im Strassenverkehr vorbildlich zu sein und die Kinder zu Fuss zu begleiten. Auf dem Nachhauseweg fallen uns die vielen «Vorbilder» auf, die ihre Autos täglich vor dem Schulareal parkieren, um auf ihre Sprösslinge zu warten. Scheinbar wird ihnen nicht zugetraut, den Schulweg zu bewältigen. Diese Eltern bringen all jene in Gefahr, die bei jedem Wetter teils lange Strecken gehen müssen.

Jacqueline Rutishauser

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