Von Optiker bis Velomechaniker

Was macht eine Pharma-Assistentin? Was ein Sanitär-Installateur? An einer Berufsinformation erhielten die Oberstufenschüler, die vor der Berufswahl stehen, einen Einblick in verschiedene Berufe.

Hugo Berger
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Zimmermann lernen? Thomas Krattiger zeigte den Schülern nicht nur die Schokoladenseite des Berufs. (Bild: Hugo Berger)

Zimmermann lernen? Thomas Krattiger zeigte den Schülern nicht nur die Schokoladenseite des Berufs. (Bild: Hugo Berger)

Die Berufsinformation habe nicht zum Ziel, Lehrstellen zu vermitteln, betonte der Präsident des Amriswiler Gewerbevereins Erich Schrepfer. Vielmehr gehe es darum, den Jugendlichen die verschiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen, ihnen einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen. Die rund 200 Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufenzentren Grenzstrasse und Egelmoos hatten am Donnerstagnachmittag die Möglichkeit, vier der rund 20 zur Auswahl stehenden Berufe kennenzulernen. Weitere 20 Firmen beteiligen sich an der Berufsinformation vom 18.

November. Anders als in den Vorjahren wird die Wahl nicht allein den Jugendlichen überlassen, sondern das letzte Wort bleibt den Eltern vorbehalten. «Die Eltern kennen die Neigungen und Fähigkeiten ihrer Kinder am besten und merken, wenn die Wahl nicht des Berufes wegen getroffen wurde, sondern um mit dem Kollegen oder der Kollegin in derselben Gruppe zu sein», begründete Schrepfer.

Organisiert wird der Anlass vom Gewerbeverein Amriswil unter Mithilfe des Industrievereins und der Amriswiler Fachgeschäfte.

KV-Lehre gefragt

Grosses Interesse bekunden die Schüler und Schülerinnen für eine kaufmännische Ausbildung in der Verwaltung oder bei der Bank. Ebenfalls grosse Nachfrage besteht für Ausbildungsplätze im Gesundheitswesen.

Rund 20 Schülerinnen wählten das Alters- und Pflegezentrum Amriswil, um sich über den Beruf der Fachfrau Gesundheit informieren zu lassen. Grosse Hoffnung auf eine Lehrstelle konnte die Mitarbeiterin, Hyunok Hungerbühler, den Schülerinnen an der Information indessen nicht machen. Für drei ausgeschriebene Lehrstellen erhält das Alters- und Pflegeheim Amriswil jeweils rund 70 Bewerbungen.

Nicht ohne Muskelkraft

Viel Wissenswertes über den Beruf des Zimmermanns erfuhren sechs Schüler bei einem Rundgang in der Firma Krattiger Holzbau. «Wer den Beruf des Zimmermanns wählt, muss vor allem Freude am Holz haben», betonte Thomas Krattiger. Er zeigte den Jugendlichen nicht nur die Schokoladenseite des Berufs. Obschon auch in dieser Branche vieles von Maschinen erledigt werde, sei Muskelkraft nach wie vor gefragt.

Rund zwei Drittel der Arbeitszeit verbringe der Zimmermann im Freien – bei schönem wie schlechtem Wetter. Zum Schluss durften die Schüler selbst zum Hammer und zur Bohrmaschine greifen und nach Anleitung eines Lehrlings ein Noten-Board fertigen.

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