Von Mostindien auf die Malediven

BUSSNANG. Max und Elisabeth Greminger verlassen ihren Hof in Oberbussnang nur selten. Der Landwirt freute sich sehr, als er beim Sportlerwahl-Wettbewerb unserer Zeitung eine Reise in den Fernen Osten gewann.

Urs Bänziger
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Max und Elisabeth Greminger haben sich auf den Malediven gut erholt und neue Energie für die Arbeit auf dem Hof getankt. (Bild: Urs Bänziger)

Max und Elisabeth Greminger haben sich auf den Malediven gut erholt und neue Energie für die Arbeit auf dem Hof getankt. (Bild: Urs Bänziger)

Von der Sonne gebräunt sind Elisabeth und Max Greminger schon vor den Ferien gewesen. Der Landwirt und seine Gattin arbeiten viel im Freien. Auch jetzt haben sie alle Hände voll zu tun. Das Obsten ist etwas im Rückstand. «Aber mit der Energie, die wir auf den Malediven getankt haben, holen wir das schnell wieder auf», sagen die beiden.

Max Greminger hat beim Sportlerwahl-Wettbewerb unserer Zeitung den zweiten Preis gewonnen. «Ich mache seit Jahren bei diesem Wettbewerb mit, denn die jungen Sportlerinnen und Sportler haben eine Stimme verdient», sagt der Landwirt. Es war das erste Mal, dass er einen Preis gewonnen hat.

Kinder schauten zum Hof

Die Gremingers staunten nicht schlecht über den Preis: «Elf Tage entspannende Ferien auf den Malediven». Das Ehepaar verlässt den Hof in Oberbussnang sonst nur für ein paar Tage. «Als Landwirte ist es nicht so einfach, Ferien zu machen. Du brauchst jemanden, der nach dem Rechten sieht und die Kühe melkt und füttert.»

Vater und Mutter sollen endlich auch mal etwas von der Welt sehen, sagten sich die beiden Söhne und die Tochter. Sie bildeten kurzerhand eine Arbeitsgemeinschaft und entliessen ihre Eltern in den Fernen Osten. «Ohne die Hilfe unserer Kinder hätten wir die paradiesischen Fotos von den Malediven aus den Reiseprospekten geniessen müssen», sagen die Gremingers.

Als «die Jungmannschaft» ihre Unterstützung anerboten habe, hätten sie mit einem guten Gefühl die Koffer gepackt. Die Reise führte allerdings nicht direkt auf die Malediven. Elisabeth und Max Greminger machten einen Zwischenhalt auf Sri Lanka.

Fahrt durch den Dschungel

«Wir sind es uns halt nicht gewohnt, tagelang am Strand zu liegen», sagen die beiden. «Darum haben wir uns entschlossen, zuerst nach Sri Lanka zu fliegen und dort eine Rundreise zu machen.» Die Fahrt durch den Dschungel hat die Gremingers beeindruckt. «Wir waren den ganzen Tag unterwegs, haben viel gesehen und erlebt», schwärmen sie. «Sri Lanka ist schon etwas anderes wie der Thurgau, aber landschaftlich auch sehr reizvoll. Wir haben gar nicht gewusst, dass es für Elefanten Waisenhäuser gibt.»

Nach der abenteuerlichen Reise in Sri Lanka freuten sich die Gremingers auf die «entspannenden Ferien auf den Malediven». Die Inseln dort seien so traumhaft schön wie in den Prospekten. «Wir befanden uns auf einer Insel, die gerade mal 450 auf 250 Meter gross ist. Wir brauchten nicht lange, um sie zu entdecken», erzählen die beiden.

Mal richtig ausgeschlafen

Umso mehr Zeit blieb ihnen, sich von der Arbeit daheim auf dem Hof zu erholen. «Wir haben mal richtig ausgeschlafen und viel Fisch und Reis gegessen.» Und sich wie die anderen Touristen auf den Malediven in der Sonne geräkelt und geschnorchelt. Doch lange hat es Max Greminger nicht auf dem Liegestuhl ausgehalten. «Ich habe es gemacht wie die Haie und bin rund um die Insel geschwommen.» Der Landwirt ist mit seinen 57 Jahren noch sehr sportlich. «Wenn ich Zeit habe, gehe ich joggen oder im Winter zum Langlaufen.» Er macht auch bei der Männerriege Bussnang noch aktiv mit und nimmt seit Jahren am Märwiler Thurathlon teil.

Jetzt sind Elisabeth und Max Greminger wieder zurück auf ihrem Hof in Oberbussnang. Sie haben es nicht bereut, dass sie die Koffer gepackt und verreist sind. «Unsere drei Kinder waren tolle Stellvertreter. Wir sind ihnen und Ihrer Zeitung dankbar, dass sie die Reise ermöglicht haben.»

Mehr Zeit nach Pensionierung

Und wann geht es das nächste Mal in die Ferien? «Wenn ich wieder einen Wettbewerb gewonnen habe», lacht der Landwirt. Nach der Pensionierung werde er mehr Zeit für das Reisen haben. «Sofern ich dann noch rüstig genug bin», sagt Max Greminger. Einer seiner Söhne hat Landwirt gelernt. Er will den Hof übernehmen.