Von Kaugummi und Kugelschreiber

Der Kugelschreiber – eine Neuheit im Jahre 1947. Ein Mitschüler erschien eines Tages mit einem Kugelschreiber. Sekundarschüler schrieben damals mit der Füllfeder.

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Heinz Daepp (Bild: Urs Hemm)

Heinz Daepp (Bild: Urs Hemm)

Der Kugelschreiber – eine Neuheit im Jahre 1947. Ein Mitschüler erschien eines Tages mit einem Kugelschreiber. Sekundarschüler schrieben damals mit der Füllfeder. Wir Mitschüler haben über dieses neuartige Gerät nur gestaunt und konnten kaum glauben, dass diese Neuerfindung, ohne Feder und ohne Tinte nachzufüllen, während Tagen oder gar Wochen funktionieren konnte.

Im selben Jahr lernten wir eine weitere Neuheit kennen – den amerikanischen Kaugummi. Die in Deutschland stationierten amerikanischen Besatzungstruppen waren grosse Kaugummi-Liebhaber. Sie brachten diese Dauerkaumode nach Europa. Der Kaugummigenuss machte auch bei uns innert kurzer Zeit Schule – wohl zum Ärger unserer Lehrer.

Unsere Lehrer waren prägende Persönlichkeiten. Sie vermittelten nicht nur Wissen, sondern berieten ihre Schüler auch in der Berufswahl. Der Hauptlehrer, der uns Schüler meistens während drei Jahren unterrichtete, kannte unsere Stärken, Schwächen, Neigungen oder Defizite recht genau. Er las und korrigierte auch immer wieder unsere Aufsätze. Er kannte unsere Gedankengänge, beruflichen Vorstellungen oder Wünsche. Mit seinen Kenntnissen war er in der Lage, uns Schülern Ratschläge über eine zukünftige Aus- oder Weiterbildung zu geben. Unsere Sekundarlehrer haben den Lebensweg vieler Schüler entscheidend beeinflusst. Ich denke gerne und dankbar an meine Lehrer, aber auch an meine Klassenkameraden der Sekundarschule zurück.

Notiert: Urs M. Hemm

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