Von der Lösung profitieren alle

Die Otto Keller AG hat die Hoffmann Gartenbau GmbH erworben. Ab Montag ist sie damit für den Betrieb der Sulger Grüngutsammelstelle zuständig.

Hannelore Bruderer
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Christoph Keller, Gemeindepräsident Andreas Opprecht, Thomas Keller und Rolf Hoffmann bei der Grüngutsammelstelle in Sulgen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Christoph Keller, Gemeindepräsident Andreas Opprecht, Thomas Keller und Rolf Hoffmann bei der Grüngutsammelstelle in Sulgen. (Bild: Hannelore Bruderer)

SULGEN. «Die Betriebsgrösse hat nicht mehr gestimmt», begründet Rolf Hoffmann, Inhaber der Hoffmann Gartenbau GmbH, die Aufgabe seiner Firma. Als Einzelunternehmer will Hoffmann einigen seiner Kunden auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Damit alle seine Kunden weiterhin gut bedient werden, machte er sich auf die Suche nach einem kompetenten Interessenten für sein Geschäft.

Die Inhaber der Otto Keller AG kennt Hoffmann persönlich. «Mein Sohn arbeitet dort, und Vater Keller war mein Prüfungsexperte, als ich die Lehre abschloss.» Der Markt im Gartenbau sei hart umkämpft. «Auch Personen ohne entsprechende Ausbildung und Erfahrung gründen Gartenbaufirmen», stellt der Fachmann kopfschüttelnd fest. Meist würden diese Firmen aber nicht lange existieren.

Ein Familienbetrieb

Auf ein über 50jähriges Bestehen kann die Otto Keller Gartenbau AG zurückblicken. Die Firma beschäftigt je nach Saison 15 bis 20 Mitarbeitende und bildet regelmässig Lehrlinge aus. Mit der Übernahme von Rolf Hoffmanns Betrieb erweitern Christoph und Thomas Keller, die Geschäftsführer der Otto Keller Gartenbau AG, ihren Kundenstamm und dehnen ihr Tätigkeitsgebiet weiter aus. Ein weisser Fleck auf der Landkarte der Otto Keller AG war Sulgen jedoch auch vorher nicht. Seit zwei Jahren ist das Zihlschlachter Unternehmen für die Pflege des Sulger Friedhofs zuständig.

Künftig wird auch die Grüngutsammelstelle der Gemeinde Sulgen an der Zelgstrasse 3 von der Otto Keller AG betrieben. Christoph Keller und Gemeindepräsident Andreas Opprecht sprechen von einem Gewinn für beide Seiten. «Wir sind froh, dass wir für die Sammelstelle eine gute Lösung gefunden haben und der Betrieb nahtlos weitergeführt wird», sagt Andreas Opprecht, und Christoph Keller bezeichnet die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sulgen als unkompliziert und angenehm.

Überwachung der Anlage

Einwohner, welche die Grüngutsammelstelle nutzen wollen, müssen dafür ein Jahresabonnement lösen. Abgeladen werden kann das Grüngut in den Wintermonaten jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit von 13.30 bis 17 Uhr. Ausserhalb dieser Zeiten ist die Anlage geschlossen.

Obwohl während der Öffnungszeiten nicht immer Personal anwesend ist, sei es nur selten vorgekommen, dass jemand versucht hat, die Anlage zu nutzen, ohne zu bezahlen, sagt der bisherige Betreiber Rolf Hoffmann. «Die Anlage wird videoüberwacht, und das ist bekannt.»