Vom Proberaum an die Wega

weinfelden. Am Freitagnachmittag gehört der Rathausplatz dem Nachwuchs. Acht junge Bands erhalten die Chance, ihr Können einem breiten Publikum zu präsentieren.

Urs Brüschweiler
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Wet Desert und «Little Rock»: Ihnen gehört je für eine Stunde die Bühne. (Bild: ubr)

Wet Desert und «Little Rock»: Ihnen gehört je für eine Stunde die Bühne. (Bild: ubr)

«Wir sind scharf auf Publikum und suchen ständig nach Möglichkeiten, zu Auftritten zu kommen», sagt Sebastian Janesch. Er spielt die E-Gitarre und singt bei der noch jungen Band Wet Desert. Am 26. September um 17 Uhr hat die dreiköpfige Formation für eine Stunde die Thurella-Bühne und das Wega-Publikum für sich. Mit Psychedelic Rock und Rhythm & Blues inspiriert durch den Stil der 60er- und 70er-Jahre wollen Sebastian Janesch (21), Lars Regenscheit (25) und Maris Egli (21) bei den Zuschauern punkten.

Plattform für Nachwuchs

Wet Desert ist eine von insgesamt acht Nachwuchsbands, welche im Rahmen der Wega die Chance zu einem Auftritt erhalten. «Wir hatten ein grosses Echo auf unsere Ausschreibung», sagt Alain Schweingruber, Ressortleiter Unterhaltung der Weinfelder Messe. Insgesamt habe man 25 Anmeldungen erhalten. Gesucht waren Nachwuchskünstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Poesie und Zauberei. Die Mehrheit der Mitglieder durfte maximal 25 Jahre alt sein, die Gruppe oder der Solokünstler sollten noch keinen grossen Bekanntheitsgrad haben und aus dem Thurgau stammen. «Wir wollten dem Nachwuchs wieder eine Plattform geben», sagt Wega-Geschäftsführer Gregor Wegmüller. Der anfängliche Plan war, auf der Bühne auf dem Rathausplatz regionale Bands auftreten zu lassen. Die Ansprüche des Publikums seien in der Zwischenzeit gestiegen, doch wollte man die ursprüngliche Idee nicht aus den Augen verlieren, so Wegmüller. «Denn regionale Bands bringen auch regionales Publikum.» Die acht für das Nachwuchsprojekt auserwählten Bands spielen ab 14 bis 19.30 Uhr etwa im Halbstundentakt. Das Publikum erwarten neben Rockmusik auch Country, Pop oder Hip-Hop.

Knallhartes Feedback

Eine Gage erhalten die Nachwuchskünstler nicht. Ihr Lohn ist die Möglichkeit, unter professionellen Bedingungen vor grossem Publikum aufzutreten und dabei vielleicht entdeckt zu werden. Darauf hofft auch Jonathan Trüeb (22) alias «Little Rock». Ihm und seiner Gitarre gehört die Bühne ab 14.50 Uhr. Er spielt alleine und unplugged von Nirvana inspirierte und selbst geschriebene Songs. «Ich bin gespannt auf den Auftritt. Wenn du alleine vor dem Publikum stehst, erhältst du ein knallhartes Feedback.»

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