Vom Pflästerli bis zum Bluetströpfli

Unter dem Motto «100 Prozent spritzig» feiert der Samariterverein Weinfelden am nächsten Samstag sein 100jähriges Bestehen.

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weinfelden. Zu seinem 100-Jahr-Jubiläum lässt der Samariterverein Weinfelden seine Geschichte Revue passieren. Am 20. April 1909 gründeten die Schülerinnen des damaligen Krankenpflegekurses mit dem Arzt Gottlieb Schildknecht als Präsident den Verein. Dabei waren 31 Frauen. Die monatlichen Übungen dienten zur Ertüchtigung und zur Repetition der Ersten Hilfe. 1929 zählte der Verein bereits 161 Aktivmitglieder.

In Feldübungen, die jeweils an einem Samstag durchgeführt wurden, konnte der Verein sein Wissen zeigen.

Militärsocken gestrickt

In den schwierigen Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs waren die Mitglieder jederzeit bereit auszurücken, um Erste Hilfe zu leisten. Auch wurden während den Übungen fleissig Militärsocken gestrickt. 1953 wechselte das Präsidium zu Emil Brugger. 1964 wurde Ernst Ambühl Vereinspräsident. 1972 übernahm Erich Brugger die Leitung.

In dieser Zeit kaufte der Verein einen Wohnwagen, der zu den Postendiensteinsätzen bei Sportveranstaltungen mitgenommen wurde. 1983 übernahm Werner Eckle das Präsidium, dann folgte 1986 Beat Brüllmann.

Verein mit eigenem Wein

1990 erwarb der Verein ein modernes Postendienstfahrzeug. Im gleichen Jahr begannen einige Mitglieder mit der Pflege eines Rebbergteils. Aus diesen Reben wird heute noch der Vereinswein Bluetströpfli gekeltert.

Ende der 90er-Jahre wurden dann einige Mitglieder des Vereins in den Sanitätsdienst der Feuerwehr aufgenommen. Bis 2001 hatte der Weinfelder Samariterverein immer Präsidenten. Astrid Knobelspiess, zugleich auch Samariterlehrerin, übernahm nun das Zepter. Sie wurde 2005 durch die jetzige Vizepräsidentin Monika Fetzel abgelöst. (red.)