Vom Gewerbe- zum Industriebetrieb

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Im Jahr 1856 eröffnete August Krapf an der Arbonerstrasse seine Wagnerei. Der Betrieb war klein, und von Autos ahnte man damals noch nichts. 1929 wurde das Geschäftshaus an der Rütistrasse erbaut, wo heute die REA steht. Zu dieser Zeit wurde die Wagnerei auf den Bau von Karosserien umgestellt. 1946 wurde der Betrieb um eine Werkhalle vergrössert und vier Jahre später auch noch eine Autolackiererei angegliedert.

Im Jahre 1952 führten die Söhne der dritten Generation den Betrieb unter der Bezeichnung «Gebrüder Krapf, Karosseriewerk» weiter und produzierten Karosserien aller Art. Selbst die Post gab hier in Amriswil ihre Postautos und Alpenposten in Auftrag.

«Gerade am Beispiel der Wagnerei Krapf kann man an einem typischen Fall sehen, wie ein Gewerbe durch die Industrie neue Aufgaben übernimmt und selber zum Industriebetrieb wird», heisst es in einer «Amriswiler Schreibmappe» Mitte der 1950er-Jahre. (man)