Vom Camping-Virus infiziert

Markus Möckli und Cornelia Principe sind die neuen Pächter des Campings Buchhorn. Sie haben Erfahrung in der Gastronomie. Stadtrat Reto Stäheli ist trotz der kurzen Gastspiele der Vorgänger zuversichtlich.

Michèle Vaterlaus
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Das neue Pächter-Paar: Cornelia Principe und Markus Möckli eröffnen am 17. April in Buchhorn die Camping-Saison. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Das neue Pächter-Paar: Cornelia Principe und Markus Möckli eröffnen am 17. April in Buchhorn die Camping-Saison. (Bild: Michèle Vaterlaus)

arbon. Der vierte Versuch ist gestartet: Markus Möckli und Cornelia Principe sind die neuen Pächter des Campings Buchhorn in Arbon. Das Paar ist vor Jahren mit dem Camping-Virus infiziert worden.

Im Wohnwagen unterwegs

«Wir haben uns auf dem Campingplatz kennengelernt», sagt Markus Möckli. Das war 1989 in Altnau. «Da hat es gefunkt», sagt der 56-Jährige. Seitdem ist das Paar unzertrennlich. Gemeinsam sind Markus Möckli und Cornelia Principe regelmässig im Camper unterwegs: in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Ungarn und Portugal. Sie haben Erfahrung als Gäste – wie auch als Gastgeber. Denn beide haben in der Gastronomie gearbeitet.

Die Camper erst kennenlernen

Von den Erfahrungen als Camper werden sie als Camping-Leiter profitieren. «Auf unseren Touren waren wir froh, wenn wir auf den Plätzen gute Tips für andere Campingplätze und Ausflüge bekommen haben», sagt Möckli. Genau das will er seinen Gästen auch bieten. «Wir kennen viele Plätze in der Schweiz.» «Der Campingplatz ist ein Ferienort. Ich will, dass es unsere Gäste schön haben», sagt Möckli. Er ist bereit, dafür einiges zu tun. «Wir könnten Jassturniere organisieren oder Livemusik», sagt er. Doch bevor er alles plant, will er die Camper von Buchhorn kennenlernen. «Ich will herausfinden was ihre Bedürfnisse sind.»

Als leidenschaftliche Camper werden Möckli und Principe während der Saison im Wohnwagen in Buchhorn übernachten. «So wird ein 24-Stunden-Betrieb möglich.»

Ein echter «Seebueb»

Markus Möckli bezeichnet sich selbst als Fast-Arboner. «Ich bin zwar in Rorschach aufgewachsen. Aber ich habe in Arbon gewirtet, war im FC aktiv, meine Kinder sind hier geboren, und ich bin Ehrenmitglied im Hundesport Arbon.» Er sei ein richtiger «Seebueb». In Altnau hat er als Campingwart gearbeitet und Kontakt zu den Campern gehabt. Cornelia Principe kommt aus Henau. «Ich bin seit 1987 mit dem Camping-Virus infiziert», sagt sie. Wie Möckli hat sie Erfahrung in der Gastronomie.

Auf dem Campingplatz werden die beiden keinen richtigen Restaurationsbetrieb anbieten. «Es gibt aber Snacks im Kiosk-Stil», sagt Möckli. Ansonsten steht den Gästen das Strandbad-Restaurant zur Verfügung. Dieses öffnet am Samstag, 2. April. Der Camping startet zwei Wochen später, am 17. April.

Eine schwierige Geschichte

Stadtrat Reto Stäheli ist zuversichtlich, dass es dieses Mal mit der Camping-Leitung funktionieren wird. «Ich habe das neue Leiter-Paar als innovative und spontane Leute kennengelernt.» Doch auch bei den drei vorherigen Pächtern zeigte er sich zuversichtlich. Auf die Frage, wieso es bisher nicht geklappt habe, sagt er: «Das Verhältnis mit den Vorgängern wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Mehr will und kann ich dazu nicht sagen.» Und fügt an: «Camper haben eine eigene Philosophie. Aber ich glaube, Markus Möckli kann die Camper abholen.»

Möckli und Principe wussten nichts von der schwierigen Vorgeschichte des Campings, als sie das Arbeitsverhältnis eingegangen sind. «Ich habe es von Getränkevertretern erfahren», sagt Möckli. Aber der neue Camping-Leiter ist zuversichtlich: «Wir sind flexibel und kennen das Camper-Dasein. Wir nehmen es, wie es kommt.» Schliesslich brauche es immer zwei Seiten.

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