Volksschulgemeinde Egnach: Ein Quartett für zwei Sitze

EGNACH. Vier gut qualifizierte und motivierte Kandidaten – darunter eine Frau – für die Behörde der Volksschulgemeinde präsentierten sich am Podiumsgespräch unter der Leitung von Philipp Gemperle vom Regionaljournal Ostschweiz.

Trudi Krieg
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EGNACH. Vier gut qualifizierte und motivierte Kandidaten – darunter eine Frau – für die Behörde der Volksschulgemeinde präsentierten sich am Podiumsgespräch unter der Leitung von Philipp Gemperle vom Regionaljournal Ostschweiz.

Den Egnachern ist es wichtig, wer die Geschicke ihrer Volksschule lenkt. Das zeigte der Aufmarsch von über hundert Personen. Thomas Kreis, Neukirch, Markus Äschlimann, Neukirch, Pius Wirth, Neukirch, und Sabrina Wolff-Etter, Steinebrunn, stellen sich für die Ersatzwahl für zwei Zurückgetretene am 18. Oktober zur Verfügung.

Verantwortung übernehmen

«Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen der IG Ringenzeichen und der Schulbehörde vor?», wollte Gemperle wissen. «Wir haben uns gewehrt und jetzt wollen wir Verantwortung übernehmen», meinte Pius Wirth, 44. Er ist Verkaufsleiter bei der Post und gewohnt, ein Team zu führen. Er sei stolz darauf, was die IG «Schule im Dorf» erreicht habe, aber jetzt sei er nicht mehr aktives Mitglied. Es gehe um anderes, um die Qualität des Schulunterrichts etwa und um sorgfältigen Umgang mit den Finanzen. Markus Aeschlimann, 46, sieht keinen Grund dazu, aus der IG auszutreten. Er leitet als Telematiker ein Team und ist auch Lehrmeister. Bildung liege ihm sehr am Herzen. Wichtig sei Motivation, Begeisterung. Eine gute Infrastruktur dürfe auch etwas kosten. Wahlpropaganda machen die beiden als Zweierteam.

Perspektivenwechsel

Sabrina Wolff-Etter, 33, möchte ihre Erfahrungen als Primarlehrerin und aus der Mitarbeit in diversen Arbeitsgruppen zur Schulentwicklung Thurgau, unter anderem dem Lehrplan 21, in die Schulbehörde einbringen: «Nach Schule, Lehrerpult, Bildung möchte ich jetzt gerne noch am Behördentisch wirken.» Es sei wichtig, dass von allen Standorten jemand in der Behörde vertreten sei. Sie wohnt mit ihrer Familie in Steinebrunn.

Schule im Dorf

Für Thomas Kreis war klar, als die Familie ein Haus baute, dass seine Kinder im Dorf zur Schule gehen. Die IG sei in kurzer Zeit gut aufgebaut worden und er wolle dieses Gedankengut weitertragen. Beruflich leitet er Projekte in der ganzen nördlichen Welt. Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft brächte er mit.