Villa wird zum Pflegeheim

ARBON. Die Bürgergemeinde will auf dem Gelände der Villa Quisisana an der Berglistrasse in Arbon ein neues Pflegeheim mit 25 Plätzen in einem zweigeschossigen Trakt eröffnen.

Markus Schoch
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Visualisierung des zweigeschossigen Erweiterungsbaus mit Verbindungstrakt zur bestehenden Villa Quisisana. (Bilder: Raumfindung Architekten)

Visualisierung des zweigeschossigen Erweiterungsbaus mit Verbindungstrakt zur bestehenden Villa Quisisana. (Bilder: Raumfindung Architekten)

Der Fahrplan ist ambitiös: Bereits Ende des nächsten Jahres soll das neue Pflegeheim in Betrieb gehen. Die Aussichten sind gut, dass das Timing eingehalten werden kann. Das Bewilligungsverfahren dürfte ohne Rechtsstreit abgeschlossen werden können. Das Baugesuch lag bis Donnerstag letzter Woche auf, und es gingen bis gestern keine Einsprachen ein. «Es sieht gut aus», sagt Alfred Näf, der Präsident der Bürgergemeinde.

Gebaut wird das Pflegeheim nach den Plänen der Raumfindung Architekten in Rapperswil auf dem Gelände der heute leer stehenden Villa Quisisana in der Ecke Bergli-/Römerstrasse neben dem Pfarrhaus beziehungsweise Sekretariat der evangelischen Kirchgemeinde. «Ziel ist, dass wir noch vor den Sommerferien mit den ersten Arbeiten wie dem Aushub beginnen», sagt Näf.

Investition von 8,7 Millionen

Die Bürgergemeinde investiert rund 8,7 Millionen Franken in einen zweigeschossigen Neubau, der 36 Meter lang, 25 Meter breit und 7 Meter hoch ist. Im Obergeschoss befinden sich 16 Einzelzimmer mit Loggia, im Untergeschoss 9 sowie unter anderem das Stationszimmer, ein Pflegebad, ein grosszügiger Aufenthaltsbereich sowie ein überdachter Aussenbereich mit Zugang zum Park.

Das heutige Pförtnerhaus wird abgerissen, es ist dem Neubau im Weg. Die bestehende Villa und der östliche Anbau, wo zuletzt Arzt Bruno Haug seine Praxis betrieb, bleiben bestehen. Sie werden ins Projekt integriert. In der Villa beispielsweise findet der Speisesaal Platz, zu dem die Bewohner über einen Verbindungstrakt Zugang haben.

Kirchgemeinde bietet Hand

Für das neue Heim an der Berglistrasse braucht es gemäss Baugesuch 23 Parkplätze. Dabei kann die Bürgergemeinde auf das Entgegenkommen der evangelischen Kirchgemeinde zählen. Sie stellt auf dem benachbarten Kirchenplatz sechs Plätze fürs Personal zur Verfügung.

Die Bürgergemeinde betreibt bereits über eine Stiftung das Heim Bergfrieden an der Römerstrasse, das 1920 eröffnet wurde. Das Haus hat 21 Zimmer und wurde 2013 für 1,2 Millionen Franken umgebaut und erweitert. In dieser Zeit logierten die Bewohner in der Villa Quisisana.

Für das neue Pflegeheim an der Berglistrasse braucht es zusätzliches Personal. Vorgesehen sind insgesamt 1300 Stellenprozente, 1625 verteilt auf 22 Personen sind es im Heim «Bergfrieden».

Die Zimmer mit Loggia sind als Kleinwohnungen konzipiert.

Die Zimmer mit Loggia sind als Kleinwohnungen konzipiert.