Vier Standorte stehen zur Wahl

Der Kreuzlinger Stadtrat hat vier mögliche Standorte für ein neues Stadthaus definiert. Bis spätestens Ende Jahr soll der Entscheid fallen, wo gebaut werden soll.

Martin Bänziger
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Einer von vier Standorten an denen ein neues Stadthaus gebaut werden könnte: Der Dreispitz-Park. (Bild: Donato Caspari)

Einer von vier Standorten an denen ein neues Stadthaus gebaut werden könnte: Der Dreispitz-Park. (Bild: Donato Caspari)

Kreuzlingen. Es sei ein wichtiger politischer Entscheid, den richtigen Standort fürs neue Kreuzlinger Verwaltungsgebäude zu finden, ist Bauminister Michael Dörflinger überzeugt. Denn die Standortwahl sei entscheidend, ob 2011 oder 2012 das Volk einem Neubaukredit von schätzungsweise 18 Millionen Franken zustimmen werde. Bis letztes Jahr wurden zwei stadteigene Standorte favorisiert, der eine an der Marktstrasse, der andere an der Hauptstrasse 88/90. Nun ist der Dreispitz-Park sowie wieder die «Löwen»-Areal-Überbauung hinzugekommen.

Eine einzige Anlaufstelle

Für Dörflinger ist die Notwendigkeit eines neues Stadthauses ausgewiesen. Momentan sei die 170köpfige Stadtverwaltung auf sechs Standorte verteilt. Die Technischen Betriebe sowie der Werkhof mit Gärtnerei würden an ihren Orten bleiben, die anderen Verwaltungszweige müssten an einem zentralen Ort zusammengefasst werden. Der Bürger habe dann eine einzige Anlaufstelle und müsse sich nicht von Büro zu Büro durchfragen.

«Und schliesslich braucht eine Stadt mit bald 20 000 Einwohnern ein entsprechendes Stadthaus», ist Michael Dörflinger überzeugt. Auch der Kanton hat sein Interesse signalisiert, die 15 bis 20 Angestellten der Kreisämter Grundbuchamt, Notariat, Betreibungs- und Friedensrichteramt zentral in einem kommunalen Verwaltungsgebäude zusammenzufassen.

Die vom Stadtrat in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie hat 2009 ergeben, dass die zwei bisherigen Standorte auch Nachteile nach sich ziehen. Sowohl der Standort an der Marktstrasse wie auch an der Hauptstrasse müssten mit privaten Parzellen ergänzt werden, weil sie sonst fürs neue Stadthaus ein zu kleines Areal hätten. Zudem seien die Verkehrszufahrten nicht optimal zu regeln.

Eine neue Variante

Auf der Suche nach einer noch besseren Standort-Variante ist der Stadtrat auf den Dreispitz-Park gestossen. Bei dieser Variante sei jedoch zwingend, «dass der kleine historische Park zwar geopfert, die benachbarte grosse Festwiese jedoch aufgewertet und zu einem Stadtpark umgewandelt wird», hebt Dörflinger hervor. Der Bau könnte im mittleren Teil des Dreispitz-Parks zu stehen kommen, so dass die Platanen erhalten bleiben und den Vorplatz fürs Stadthaus und den Busterminal bilden.

Unter dem Stadthaus könnte zudem eine Tiefgarage gebaut werden. Und schliesslich ist in den letzten Wochen noch ein neuer und zugleich alter Standort wieder ins Evaluationsverfahren gezogen worden, das «Löwen»-Areal. Der neue Schwung mit der künftigen Arealüberbauung müsse genutzt werden, verteidigt Dörflinger den vierten Standort. Das neue Stadthaus wäre dann westlich oder östlich der Liegenschaft Seitz plaziert, präzisiert der Bauminister.

Nur drei Millionen

Dörflinger legt Wert auf die Feststellung, dass das neue Stadthaus Nettokosten von nur rund drei Millionen Franken hervorrufen werde. Es koste wohl circa 18 Millionen; 5,5 Millionen seien jedoch schon vorfinanziert, und rund zehn Millionen seien mit dem Verkauf der Verwaltungsliegenschaften zu beschaffen. «Wenn wir im Dreispitz oder im «Löwen»-Areal bauen, können wir die überbauten Parzellen an der Marktstrasse, an der Hauptstrasse und hinter dem Restaurant Schäfli verkaufen», ergänzt Dörflinger.

Geplant ist, dass bis Ende Jahr der Standort-Entscheid gefallen ist, so dass anschliessend die Volksabstimmung 2011 oder dann 2012 durchgeführt werden kann.

Michael Dörflinger, Bauminister. (Bild: zVg)

Michael Dörflinger, Bauminister. (Bild: zVg)