Vier Kandidaten für drei Mandate

Als Ersatzrichter am Bezirksgericht Weinfelden stellen sich am 28. Februar vier Personen zur Wahl. Die zwei Bisherigen Otto Brunner und Helen Jordi bekommen doppelte Konkurrenz aus Märstetten.

Mario Testa
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Helen Jordi (58, EDU) Ersatzrichterin (bisher) Stadträtin, Bischofszell (Bild: pd)

Helen Jordi (58, EDU) Ersatzrichterin (bisher) Stadträtin, Bischofszell (Bild: pd)

WEINFELDEN. Die einzigen umkämpften Mandate am Bezirksgericht Weinfelden sind die drei Posten der Suppleanten. An den Erneuerungswahlen am 28. Februar stellen sich zwei Bisherige und zwei Neue zur Wahl. Der dritte Bisherige, Daniel Sommer aus Hohentannen, hatte vergangenes Jahr beim Regierungsrat infolge Wohnsitzwechsels um Entlassung gebeten.

Viel Erfahrung als Trumpf

Otto Brunner ist schon seit 16 Jahren Ersatzrichter und kandidiert für die fünfte Amtszeit. «Als Bisheriger durfte ich als Ersatzrichter oft einspringen, wenn Not am Mann war und dabei vielfältige Erfahrungen sammeln. Das Bezirksgericht Weinfelden habe ich immer als Ort erlebt, wo man wohlüberlegt Recht spricht», sagt er. «Ich stehe als CVP-Mitglied für christliche Grundwerte. Trotzdem sind für dieses Amt Lebens- und Berufserfahrung entscheidend, weniger die Parteizugehörigkeit.»

Helen Jordi ist seit fünf Jahren im Amt. Sie mag das Abwägen von Argumenten im Rahmen der Urteilsfindung. «Ein faires Urteil ist für die Betroffenen sehr wichtig. Oft sind die Gesetze klar gegeben, manchmal muss man aber auch die Nadel im Heuhaufen suchen und finden», sagt sie und weiter: «Die Gesetze stehen über der Parteizugehörigkeit. Wichtiger ist eine vielseitige Lebenserfahrung.»

Wahlkampf zweier Märstetter

Konkurrenz erhalten die Bisherigen durch die beiden Märstetter Hans Gysi und Josef «Sepp» Rüegg, die neu ins Amt gewählt werden wollen. «Mich interessieren die Menschen, die vor Gericht sitzen, und ihre Geschichten. Zudem habe ich zwar Umgang mit Gesetzbüchern, weil ich Allgemeinbildung unterrichtet habe, aber in der Tiefe wäre es etwas Neues für mich», sagt Hans Gysi. «Mir ist wichtig, dass gleiches Recht für alle gilt, egal ob reich oder arm.»

Sepp Rüegg interessiert sich sehr für die Rechte und Pflichten der Schweizer Bürger. «Im Nebenamt kann ich mir ein Engagement am Bezirksgericht darum sehr gut vorstellen. Es passt mir als Unternehmer auch vom zeitlichen Rahmen her gut, und die Aufgabe reizt mich», sagt er. «Über die Zusammensetzung entscheidet der Stimmbürger. Aber aus Sicht der bürgerlichen Parteien ist eine starke Vertretung natürlich erwünscht.»

Otto Brunner (52, CVP) Ersatzrichter (bisher) Berufsschullehrer, Weinfelden (Bild: pd)

Otto Brunner (52, CVP) Ersatzrichter (bisher) Berufsschullehrer, Weinfelden (Bild: pd)

Hans Gysi (62, SP) Kandidiert neu als Ersatzrichter Kunstschaffender, Märstetten (Bild: pd)

Hans Gysi (62, SP) Kandidiert neu als Ersatzrichter Kunstschaffender, Märstetten (Bild: pd)

Josef «Sepp» Rüegg (47, SVP) Kandidiert neu als Ersatzrichter Geflügelzüchter, Märstetten (Bild: pd)

Josef «Sepp» Rüegg (47, SVP) Kandidiert neu als Ersatzrichter Geflügelzüchter, Märstetten (Bild: pd)

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