Viele Hexen und Fabelwesen

WEINFELDEN. Der fünfte Fasnachtsumzug in Weinfelden seit der Wiederauferstehung 2011 ist am Samstagnachmittag bei prächtigem Winterwetter vor viel Publikum durch die Strassen gezogen. Die Teilnehmer haben insgesamt 21 Sujets gezeigt.

Rudolf Steiner
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Das Spendenmonster mit Obernarr Beat Curau zieht durch Weinfelden.

Das Spendenmonster mit Obernarr Beat Curau zieht durch Weinfelden.

Am Samstagnachmittag herrschte in Weinfelden eine bombastische Stimmung. Hunderte von kleinen und grösseren bunt und originell verkleideten Fasnächtlern und Guggern zogen durch das Dorf und lullten alles mit einem Teppich aus kakophonischen Tönen und zentnerweise bunten Konfettis ein. Angeheizt wurde das ganze närrische Treiben durch das winterliche Kaiserwetter. «Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in meiner aktiven Laufbahn als Weinfelder Obernarr jemals so prächtiges Wetter hatten», sagte der Fasnachtsoberbürgermeister Beat Curau, der in seinem schrillen Outfit glatt mit einem der Beatles aus der legendären Periode der Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band hätte verwechselt werden können. Curau, dieses Jahr zum letztenmal als Obernarr unterwegs, war aber in bester Gesellschaft mit den vielen hundert Menschen, die für einige Stunden in eine andere Haut schlüpften.

Angeführt und angeheizt von den sieben Guggen Murglaatschä Sirnach, Schlosshüüler Bürglen, Guggähüpfer Toggenburg, Ämmekracher Solothurn, Räbäforzer Thal, Marktplatzpfuuser und Glöggliclique Amriswil schlängelte sich der Fasnachtsumzug mit 21 Sujets über die Frauenfelderstrasse–Bahnhofstrasse–Schulstrasse zurück zum Marktplatz. Auffallend war die Präsenz von Hexen – Herdemer Häxä, Guggihäxen aus Dietikon und Höllburg-Häxen aus Wilen – und Fabelwesen – Pippi Langstrumpf, Eifach quallig, Frühlingserwachen, Öpfelgarte und Spielfiguren der Weinfelder Buben und Mädchen –, die trotz ihres unterschiedlichen Outfits und Verhaltens miteinander im Wettstreit um die Gunst des Publikums buhlten. Genauso wie das etwa halbe Dutzend von mächtigen Traktoren gezogene fahrende Bars und Fasnachtswagen, aus denen nicht nur Süssigkeiten und heisse Getränke verteilt, sondern tonnenweise Konfettis auf das Publikum ausgeschüttet wurden. Und all diejenigen, die vom nachmittäglichen Geschehen noch nicht genug hatten, konnten ihre Gelüste am Abend an der Guggenparty der Crash Band noch weiter kultivieren.

Buben und Mädchen der Gruppe «Eifach quallig» sind mit Schirmen unterwegs. (Bilder: Rudolf Steiner)

Buben und Mädchen der Gruppe «Eifach quallig» sind mit Schirmen unterwegs. (Bilder: Rudolf Steiner)

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