Viele Fragen zur Zukunft

Die Behörde der katholischen Kirchgemeinde macht sich Gedanken zur Zukunft. Zusammen mit dem Pfarreirat und weiteren Interessierten will sie im Juni Gespräche dazu führen. Es würden sich viele Fragen stellen, sagt Kirchenpräsident Thomas Walliser Keel.

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Die Behörde der katholischen Kirchgemeinde macht sich Gedanken zur Zukunft. Zusammen mit dem Pfarreirat und weiteren Interessierten will sie im Juni Gespräche dazu führen. Es würden sich viele Fragen stellen, sagt Kirchenpräsident Thomas Walliser Keel. «Wer erfüllt dereinst den ureigensten Auftrag der Kirche – die Seelsorge?» Ein Priester? Einer aus Amriswil? Oder einer, der schlecht deutsch spricht? Oder sind es nicht geweihte Theologen oder sogar Laien? Antworten darauf habe er im Moment keine. «Aber wir können uns Gedanken machen, damit der zu erwartende Umbruch nicht ein Bruch ist, sondern ein sanfter Übergang», sagt Walliser.

Im Matthäusevangelium stehe: «Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.» Gemeinde sei also nicht erst da, wo kirchenamtliche Grenzen gezogen und Priester eingesetzt seien, sondern «wo der Geist Gottes von Zweien oder Dreien gelebt wird». Eine Pfarrei lebe von menschlicher Nähe und von aktiven Gruppen. «Die Reaktion auf den Priestermangel, Grosspfarreien zu bilden, die sich nicht mit der Lebenswelt der Mitglieder decken, stehe dem diametral entgegen. (mso)