Viel Bewegung für die Kinder

Der Turnverein Weinfelden organisierte nach 18 Jahren erstmals wieder ein Turnfest und stellte auf der Güttingersreuti sein umfangreiches Angebot vor. Etwas Enttäuscht waren die Organisatoren vom Wetter und den Besucherzahlen.

Susanna Burgmer
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Bewegung macht Spass. Die jüngsten Teilnehmer toben sich auf dem Parcours aus. Besonders beliebt: Das Springen auf der grossen Matte. (Bilder: Susanna Burgmer)

Bewegung macht Spass. Die jüngsten Teilnehmer toben sich auf dem Parcours aus. Besonders beliebt: Das Springen auf der grossen Matte. (Bilder: Susanna Burgmer)

WEINFELDEN. Die Wiese der Güttingersreuti in Weinfelden hat sich für die Kleinen in einen abwechslungsreichen Spielplatz verwandelt und die Mitglieder des Turnvereins Weinfelden stellen in Darbietungen und Wettkämpfen ihr breitgefächertes Repertoire vor. Spass und Freude an der Bewegung stehen im Vordergrund, und unter dem Motto «Turnen verbindet, mach mit!» ist jeder Besucher zum Erkunden eingeladen am Samstagnachmittag, beim Turnerfest des TV Weinfelden.

Die ganz Kleinen der Jugendriege sitzen im Kreis und müssen Tiere erraten, bevor sie diese mit viel Gelächter imitieren und wie ein Flamingo über die Wiese hüpfen. Die Grösseren schwingen sich sportlich über «Bock-Pferde», landen mit einem Luftsprung auf einer Matte oder schlängeln sich gekonnt zwischen den Pfosten durch. «Ich will auch von der Matte springen», stürmt der kleine «Schnupperturner» Ionel (5) aus Weinfelden.

Die Damen- und Männerriegen haben sich in der Turnhalle zum Faust- und Volleyball versammelt und spielen einander flink den Ball zu. Unter den Zuschauern sitzt die Weinfelderin Vreni Bär (67): «Ich habe hier 25 Jahre Volleyball gespielt, es war eine schöne Zeit.»

Mädchen unter Ringern

Der Showkampf zwischen Weinfelden und Freiamt lockt die meisten Zuschauer an. Mit lautstarken Zwischenrufen wie «Kopf hoch! Streck dich!» klatschen und feuern Eltern und Trainer ihre Schützlinge an. «Wir wollen an internationalen Ringkämpfen teilnehmen», sagt Reto Bürgisser (14) der Ringerstaffel Freiamt voller Selbstvertrauen. Unter den 24 sportlichen Teilnehmern glänzen auch vier Mädchen. «Ich habe mit vier Jahren angefangen zu ringen, so kann ich mich gegen die Buben verteidigen, die mich nerven», begründet Vanessa (11) aus Aristau die Wahl ihres Hobbies. Ringen sei gut bei Bewegungsdrang, und Grifftechniken würden auf spielerische Art gelehrt. «Die Entwicklung gibt mir zu denken, dass teils Kinder nicht mal mehr einen Purzelbaum können», sagt Adi Bucher, der Trainer aus Freiamt. Gerungen wurde schon in der Antike (um 500 v. Chr.), doch es wurde nicht in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt, sondern derjenige, der den Gegner zuerst dreimal auf den Boden warf, war Sieger. Zur Belohnung gab es nach den Vorführungen für alle Fischknusperli mit Pommes oder Bratwurst vom Grill.

Ausklang an der Bar

Die Turnfest-Premiere wurde abends in der gemütlichen Bar gefeiert. Auch wenn die Zuschauertribünen nur spärlich besetzt waren, ist Präsident Thomas Inauen dennoch zufrieden: «Sportlich war's gut und wir konnten neue Mitglieder begrüssen. Wegen des schlechten Wetters sind die Besucher früh gegangen.» Wenn der Wettergott bei solchen Veranstaltungen doch bessere Laune hätte, klagte er.

Mehr Infos zu den Riegen des Turnvereins auf www.tvweinfelden.ch

Viele Zuschauer verfolgten den Wettkampf der Jungringer in der Halle.

Viele Zuschauer verfolgten den Wettkampf der Jungringer in der Halle.