«Very british» hat es im Steinacker geklungen

Auch ohne roten Teppich für die Queen bot der Musikverein Kradolf-Schönenberg ein festliches Konzert, das man geniessen, sich aber auch königlich amüsieren konnte.

Erwin Schönenberger
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Britische Töne standen im Zentrum des musikalischen Abends. (Bild: Erwin Schönenberger)

Britische Töne standen im Zentrum des musikalischen Abends. (Bild: Erwin Schönenberger)

Kradolf Über mangelndes Interesse an seinen Kirchenkonzerten kann sich der Musikverein Kradolf-Schönenberg wahrlich nicht beklagen. Am frühen Sonntagabend strömten so viele Besucher aus nah und fern in das Kirchenzentrum Steinacker, dass noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

Dass sich die Musikvereine aus Erlen, Sulgen und Kradolf-Schönenberg bei der Förderung ihres Nachwuchses zusammengetan haben, wirkt sich positiv aus, wie der Auftritt der Jugendmusik AachThurLand zum Auftakt des Kirchenkonzerts zeigte. Mit viel Eifer musizierte das stattliche und besetzungsmässig ausgeglichene Korps unter der Leitung von Patrik Schinnerl. Auch wenn Intonation und Präzision teilweise noch etwas zu wünschen liessen, zeigte der Auftritt doch, dass sich die Stammvereine auf den Übertritt ihres Nachwuchses freuen dürfen.

Englische Kompositionen kennt man vor allem in der Brass-Band-Szene. Dass die britischen Komponisten aber auch ausgezeichnete Werke für Harmonieorchester geschaffen haben, bewies das Programm, das Dirigent Stefan Roth zusammen mit seinen Musikanten für dieses Kirchenkonzert zusammengestellt und eingeübt hatte.

Mit Andi Carniello-Hediger hatte der MV Kradolf-Schönenberg für dieses Konzert einen Solisten beigezogen, der in «La Belle Americaine» zeigte, was ein Solo-Trompeter so alles drauf hat. Melodiös mit warmen Klängen wie auch in technisch anspruchsvollsten Passagen vermochte der Solist das Publikum so zu begeistern, dass dieses mit frenetischem Applaus eine Zugabe forderte.

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