«Vertrauen in die Märkte fehlt»

Die Raiffeisenbank Waldkirch-Hauptwil präsentiert in ihrem Jahresabschluss 2012 positive Zahlen. Eine Herausforderung war der harzige Geschäftsgang im Wertpapiermarkt.

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HAUPTWIL. «Die Visionen der Mayas haben sich zum Glück nicht bestätigt. Der Weltuntergang wurde auf unbestimmte Zeit verschoben», bilanziert René Rutishauser, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Waldkirch-Hauptwil, im Jahresabschluss. «Damit werden wir uns auch im neuen Jahr mit vielen ungelösten Problemen aus dem Jahr 2012 beschäftigen müssen.» Die Folgen der Finanzkrise, die im Jahr 2008 ihren Anfang gefunden hat, haben sich zu ausgewachsenen Wirtschaftskrisen in Amerika und Europa entwickelt. «Die Schweiz kann sich leider nicht allen negativen Trends entziehen.» Trotzdem gelte es festzuhalten, dass die Schweizer Wirtschaft zu den besten der Welt gehört. «Leider schaffen es zwei heimische Grossbanken immer wieder, negativ in die Schlagzeilen zu geraten. Sie belasten damit den Finanzplatz Schweiz», führt René Rutishauser weiter aus.

«Es gibt aber auch Erfreuliches. So war das Börsenjahr 2012 längst nicht so schlecht, wie zu Beginn des Jahres prophezeit.» Im Gegenteil, am Jahresende stehen die wichtigsten Indizes mehrheitlich auf Jahreshöchstpunkten.

Mehr Kundengelder

Das Geschäftsjahr 2012 schliesst mit einer Bilanzsumme von 406 565 516 Franken und damit rund 18,9 Millionen Franken oder 4,84 Prozent höher als im Vorjahr. «Die Anleger haben sich damit abgefunden, dass derzeit im Umfeld der Sparzinsen nicht mehr viel zu holen ist», erklärt René Rutishauser. «Anlagen auf Konti und in Termingeldanlagen und Kassenobligationen stehen wegen der hohen Sicherheit in der Gunst der Kundinnen und Kunden.» So haben die Kundengelder um 4,13 Prozent auf 299,7 Millionen Franken zugelegt. «Ebenso erfreulich hat sich das Kreditgeschäft entwickelt. Mit der Zunahme bei den Kundenausleihungen von 4,40 Prozent oder 14,9Millionen Franken auf einen Jahresendbestand von 352,98 Millionen Franken sind wir sehr zufrieden.» Das gute Jahresresultat sei ein Ergebnis der Bemühungen, im hart umworbenen Markt eine gute Bankpartnerin zu sein.

1,4 Millionen Franken Reserve

Mit einem Plus von 46 694 Franken schliesst der Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit einem Saldo von 4,5 Millionen Franken. Eine Herausforderung seien die Erfolge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. «Hier haben wir das Vorjahresergebnis nicht erreicht. Der harzige Geschäftsgang im Wertpapiermarkt wegen fehlendem Vertrauen in die Märkte hat eine Zunahme verhindert.» Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft beträgt 342 300 Franken. «Mit einem Plus von 10 472 Franken und einem Endsaldo von 167 914 Franken können wir den Erfolg aus dem Handelsgeschäft ausweisen.» Den Betriebsertrag konnte die Bank auf dem Vorjahresniveau halten. Er beträgt 5,16 Millionen Franken. «Der Bruttogewinn von zwei Millionen Franken ist erfreulich ausgefallen.» Die Reserven werden nach der Gewinnverwendung 29,9 Millionen Franken betragen. «Aus dem Jahreserfolg können wir 1,4 Millionen Franken als Einlage in die Reserven tätigen. Die Anforderungen der Finma bezüglich der Eigenmittel erfüllen wir weit über 100 Prozent», schliesst René Rutishauser. (red.)

Die Generalversammlung findet am 22. Februar um 19.30 Uhr in der Turnhalle Bünt in Waldkirch statt.

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