Verstecktes Hanffeld wird rund um die Uhr bewacht

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Inmitten des Maisfelds im Westen von Weinfelden hat die Biocan AG ihr Hanffeld angelegt. (Bild: Mario Testa)

Inmitten des Maisfelds im Westen von Weinfelden hat die Biocan AG ihr Hanffeld angelegt. (Bild: Mario Testa)

Weinfelden Das Herzstück in einem Maisfeld zwischen Weinfelden und Märstetten ist Hanf. Nur ein paar Maisstängel hinter der Hauptstrasse wachsen auf zwei Hektaren 4000 Hanfstauden. Angepflanzt hat sie die Firma Biocan aus Thayngen. Das Feld wird seit kurzem bewacht – Tag und Nacht. Landwirt Harald Jöhr, der sein Feld der Biocan zur Verfügung stellt, hatte beobachtet, wie zwei Autos beim Feld stoppten und Leute einige Hanfpflanzen mitnahmen – er meldete den Vorfall der Biocan. Diese organisierte eine Bewachung.

Tagsüber vertreiben nun zwei Frauen in gelben Leuchtwesten neugierige Teenager. Nachts bewacht ein Mann das Feld. «Es kommt leider ab und zu vor, dass Hanf aus den Feldern gestohlen wird», sagt Philipp Ritter, Mitglied der Geschäftsleitung der Biocan AG. «Das ist, wie wenn man einem Bauern Äpfel stiehlt.» Der Hanf ist zum Kiffen nicht geeignet, er enthält viel Cannabidiol (CBD), jedoch kaum THC.

Als die Firma Biocan Harald Jöhr anfragte, auf seinem Land Hanf anzupflanzen, hatte er eigentlich kein Platz mehr. «Als sie mir aber sagten, wie viel sie dafür zahlen, sagte ich: gut, ich pflanze weniger Mais an.» Geerntet wird das Feld voraussichtlich in einer Woche. (sba/mte)