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«Vergleichbares gibt es nicht»

Die Nationale Elitesportschule Thurgau ist nun auch in Amriswil vertreten. Nachwuchstalente können sich vom Erfolgstrainer Werner Dietrich ausbilden lassen. Gratis ist das allerdings nicht.
Tobias Bolli
Mirko Spada will den Schweissverbrauch in Zukunft wieder ankurbeln. (Bild: Reto Martin)

Mirko Spada will den Schweissverbrauch in Zukunft wieder ankurbeln. (Bild: Reto Martin)

Tobias Bolli

tobias.bolli@Thurgauerzeitung.ch

Amriswil wird noch sportlicher. Seit Dezember vergangenen Jahres bietet die Nationale Elitesportschule Thurgau (NET) auch hier ein professionelles Trainingsumfeld an. «Als gebürtiger Amriswiler war es schon immer mein Wunsch, hier einen Sportclub zu gründen», sagt Mirko Spada, Präsident der leistungsorientierten Sportschule, die sich die Ausbildung von Nachwuchsathleten auf die Fahne geschrieben hat. Auf eine naheliegende Zusammenarbeit mit Amriswil Athletics hat er verzichtet. «Die Chemie stimmte nicht zwischen uns», sagt Spada unumwunden.

In Konkurrenz mit Amriswil Athletics sieht sich Spada aber nicht. «Wir bilden Jugendliche ab 16 Jahren aus. Sie konzentrieren sich auf die jüngeren Semester.» Amriswil Athletics bekomme allenfalls durch den NET Sport Club in Romanshorn Konkurrenz. Dieser öffnet am 17. Januar für Sieben- bis Zwölfjährige seine Tore – und spricht damit die gleiche Altersklasse an. Amriswil Athletics war auf Anfrage für keine Stellungnahme zu haben.

Spada betrachtet zumindest den NET Sport Club Amriswil vor allem als Ergänzung des bestehenden Angebots. Herausragende Nachwuchstalente könnten von Amriswil Athletics direkt in seine Schule wechseln. Geht es nach Spada, sollten sie das auch, denn zumindest im Oberthurgau könne ihnen niemand das Wasser reichen. «Eine vergleichbare Sportschule gibt es nicht», ist der ehemalige Zehnkämpfer überzeugt.

«Als leistungsorientierter Sportclub sind wir auf erstklassige Trainer angewiesen. Und solche Trainer kosten Geld», sagt Spada. Zuwendungen der öffentlichen Hand seien da schlicht nicht ausreichend. Und so ziert man sich nicht, den bis dato über 20 Athleten 3000 Franken monatlich zu berechnen. Dafür profitieren diese von drei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche – und von Werner Dietrich. Das Trainer-Urgestein hat unter anderem Linda Züblin, Kariem Hussein und vor einiger Zeit auch Spada selbst zum Erfolg geführt.

Die Anstrengungen machen sich bezahlt

Für die Zukunft plant Spada einen Wettkampf mit Teilnahme aller NET-Sportschüler. Dass er damit in Konkurrenz zum UBS Kids Cup treten würde, schreckt ihn nicht. «Wir wollen uns einmischen», sagt Spada. Vor 16 Jahren habe man über seine Ambitionen noch gelacht. Langsam, aber beginne seine Arbeit Früchte zu tragen. Namentlich konnte Spada in Winterthur und St. Gallen einen Leistungsauftrag ergattern. Dort ist man bereit, für sein Angebot Geld in die Hand zu nehmen.

Körperliche Ertüchtigung sei gerade in diesen Tagen dringend angezeigt. «Die Jungen sind bei Weitem nicht mehr so kräftig und athletisch wie früher», stellt Spada fest. Während seine Generation noch wie selbstverständlich in den Wald gegangen und auf Bäume geklettert sei, hockten heute viele Kinder einfach vor dem Fernseher. «So werden die koordinativen Grundlagen des Sports natürlich nicht geschult», führt Spada aus. Ein Wettkampf, wie der von ihm erträumte, könne die jungen Athleten anspornen und ihnen sportliche Vorbilder geben. Damit auch die Junggebliebenen zum Zug kommen, plant Spada zusätzlich einen polysportiven Wettkampf für über 50-Jährige.

«Ich finde es seltsam, wenn die Leute zwar ins Fitnesstraining gehen, dort aber nicht einen Schweisstropfen verlieren», sagt Spada. Sport verkomme so oft zu einer Alibiübung. Gehen Spadas Träume in Erfüllung, wird die kollektive Transpiration aber auf jeden Fall wieder zunehmen.

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