Vereine kommen sich näher

AMRISWIL. Die Sportvereine in Amriswil sind auf dem Weg zum Schulterschluss: Die Gründung einer Interessengemeinschaft steht zur Diskussion. Die soll den Kleineren mehr Gewicht geben.

Rita Kohn
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Bewegung in Sportvereinen: Die Amriswiler Jugend kann aus einer Fülle von Angeboten auswählen. (Bild: Helio Hickl)

Bewegung in Sportvereinen: Die Amriswiler Jugend kann aus einer Fülle von Angeboten auswählen. (Bild: Helio Hickl)

Die Diskussion um die neue Sporthalle hat das Manko an den Tag gebracht: Den Amriswiler Sportvereinen fehlt eine Plattform auf der ein Austausch stattfinden kann. «Nicht nur, wenn es um ein grösseres Projekt geht, sondern auch bei kleineren Anliegen wäre eine solche Plattform hilfreich», sagt FC-Präsident Markus Stahel.

60 sportlich ausgerichtete Vereine bekamen deshalb kürzlich Post. Sie wurden alle zur Diskussion über die Gründung einer IG eingeladen. 16 von ihnen kamen zur Versammlung, zwei weitere bekundeten ihr Interesse. Markus Stahel ist mit diesem Ergebnis zufrieden. «Für die Gründung einer IG wäre eine gute Basis vorhanden», ist er überzeugt.

Klare Leitplanken setzen

Damit die IG Sport Amriswil, wie das neue Gebilde heissen soll, funktionieren kann, müssten klare Leitplanken gesetzt werden, ist Markus Stahel überzeugt. Deshalb habe sich nun eine Arbeitsgruppe gebildet.

«Wir müssen beispielsweise klären, in welcher Rechtsform eine solche IG am besten funktioniert.» Deshalb würde man in nächster Zeit mit bereits bestehenden IGs Kontakt aufnehmen und ihre Struktur studieren. «Dann sind wir in der Lage zu erkennen, welche Form auf unsere Bedürfnisse am besten passt», führt Markus Stahel aus. Unklar sei etwa, ob es eine klar definierte Spitze geben soll oder ob die Leitung der IG unter den beteiligten Vereinen in einem festgelegten Turnus wechseln solle.

Wieder einladen

Die Diskussionen haben gezeigt, dass vor allem kleinere Vereine von einer IG Sport Amriswil profitieren können. Sie haben bisher nur eine leise Stimme und müssen oft hinten anstehen, wenn es um Belegung von Fläche oder andere Bedürfnisse geht. Als gleichberechtigter Teil einer IG könnten hier nach Meinung von Markus Stahel die Gewichte etwas verschoben werden. «Für die Grossen hiesse das aber, an Gewicht zu verlieren», sagt Stahel. Dennoch sähe er die Gründung einer IG als Gewinn auch für die «Grossen». «Wenn es einen Schulterschluss der Sportvereine gibt und dadurch eine Plattform zum gegenseitigen Austausch kommt, ist das für alle gut.» Er stellt sich vor, dass man sich auf diese Weise etwa bei Anlässen auch gegenseitig unterstützen könne.

In der Arbeitsgruppe sind grössere und kleinere Vereine vertreten. Dabei sind SSC Audax, STV Oberaach, TSV Codance, Volley Amriswil und der FC. Sie werden nun die möglichen Leitplanken erarbeiten und wieder zum Gespräch einladen. Angesprochen werden alle Vereine, die mit Bewegung zu tun haben.

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