Verein Kultursee zahlt so viel aus wie nie zuvor

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Gottlieben An der Mitgliederversammlung des Vereins Kultursee vermeldete Präsident Markus Thalmann gestiegene Zahlen bei den Beitragsgesuchen und eine deutliche Zunahme an gesprochenen Fördergeldern. An neun Sitzungen wurden 75 Gesuche behandelt. Der Vorstand habe 98000 Franken für die Kulturförderung im Bezirk ausgegeben, das sind 11000 mehr als im Jahr zuvor. Die Gemeinde Rapers­wilen habe als neues Mitglied begrüsst werden können, «somit sind bis Ende 2017 alle Gemeinden des Bezirks unter dem Dach von Kultursee vereint». Die Gemeinde Kemmental habe ihren Austritt zurückgezogen, Salen­stein hingegen diesen auf Ende Jahr bekannt gegeben.

Landgemeinden fürchten um ihre Beiträge

Die Rechnung 2016 konnte Einnahmen von 92174 Franken verzeichnen. 45574 davon bezahlten die Gemeinden, was der Einwohnerzahl entspricht. Der Kanton verdoppelte diesen Betrag, und von Einzelmitgliedern wurden 600 Franken einbezahlt. Während das Budget 2016 mit einem Defizit von 3700 Franken gerechnet hatte, betrug das Minus effektiv 16636 Franken. Zum Defizit beigetragen hätten unter anderem die Kosten für den Transport der Skulpturen aus Fruthwilen. Auch das Budget 2017 rechne mit einem Defizit von 11700 Franken, erklärte Thalmann. In die Kulturförderung sollen 90000 Franken fliessen. Ob es im Jahr 2019 zu einer Beitragserhöhung käme, müsse genauer angeschaut werden.

Lebhaft diskutiert wurden die revidierten Richtlinien zur Beitragsgewährung. Gemäss dem kantonalen Kulturkonzept wurde die maximale Summe von 5000 Franken pro Projekt festgelegt, die vom Verein Kultursee unterstützt werden können. Für höhere Beiträge sei das Kulturamt zuständig, erläuterte Vizepräsidentin Dorena Raggenbass diesen Punkt. Neu wurde auch definiert, dass die Projekte religiös und politisch neutral sowie nicht ausgrenzend sein müssten. Vertreter der Landgemeinden fürchteten, dass aufgrund der neu definierten Richtlinien ihre Vereine keine Chance mehr auf Beiträge hätten. Dorena Raggenbass beruhigte die Gemüter: «Der Vorstand hat nach diesen Richtlinien seit Beginn gearbeitet, nun liegen sie schwarz auf weiss vor.» (kp)