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VERABSCHIEDUNG: Stabübergabe am grossen Fest

An der Weihnachtsfeier der Firma Stadler haben die Mitarbeiter ihren scheidenden Patron Peter Spuhler mit Glückwünschen beschenkt. Er rüstet seinen Nachfolger mit den nötigen Führungsutensilien aus.
Mario Testa
Der künftige Stadler-CEO Thomas Ahlburg nimmt Schlüssel und Reitgerte von Peter Spuhler entgegen. (Bild: Mario Testa)

Der künftige Stadler-CEO Thomas Ahlburg nimmt Schlüssel und Reitgerte von Peter Spuhler entgegen. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Es ist eine Weihnachtsfeier, wie viele andere auch – wären da nicht die schier enormen Ausmasse. 2000 Stadler-Mitarbeiter von den vier Schweizer Standorten Bussnang, Altenrhein, Winterthur und Biel haben am Freitagabend den Weg nach Erlen in die Inbetriebsetzungshalle gefunden. Dort, wo sonst Züge ihren letzten Schliff vor der Auslieferung bekommen, reihen sich nun sieben Spuren Festbänke auf einer Länge von rund 50 Metern aneinander, grosse Leinwände und unzählige Scheinwerfer hängen von der Decke. Rund herum stehen kleine Holzchalets, in denen italienisches und mexikanisches Essen sowie Raclette auf die vielen hungrigen Mitarbeitenden warten.

Bevor sich die Belegschaft über die Speisen hermachen darf, betritt nach der Anmoderation durch Anita Burri und Reto Scherrer der Chef die Bühne und zieht Bilanz über die vergangenen Jahre und die Auftragslage seiner Firma. Unzählige Züge, Trams und Lokomotiven haben schon den Weg aus den Stadlerwerken zu den Kunden gefunden, weitere sollen hinzu kommen, die Auftragsbücher sind voll. Der scheidende Patron Peter Spuhler ist sehr zufrieden und bedankt sich bei seinen Mitarbeitern: «Ihr seid ein super, super Team. Die Leistung, die ihr auch dieses Jahr wieder gebracht habt, ist unglaublich.» Nach einer halbstündigen Präsentation – die Gäste in der Halle werden langsam unruhig – gibt Spuhler das Go fürs Buffet. Zuvor übergibt er jedoch noch zehn Präsente mit Symbolcharakter an seinen Nachfolger als Stadler-CEO, Thomas Ahlburg: Darunter den Schlüssel zum Büro, ein dickes Fell und Ovo für den Durchhaltewillen. Auch ein Helm für harte Fights und eine Reitgerte zum Anspornen der Belegschaft dürfen nicht fehlen. Ahlburg nimmt die Geschenke entgegen und schwört seine Mitarbeiter auf die Zukunft unter seiner Führung ein: «Am Ende des Tages geht es darum, dass wir lässige Fahrzeuge bauen!», sagt er.

«En härte Siech, dä hebet durä!»

Nebst feinem Essen servieren die Stadler-Verantwortlichen ihren Mitarbeitern auch Unterhaltung. Die Stadler-Musik spielt auf, Beatboxer Nino G heizt den Gästen ein, BMX-Akrobat Frank Wolf und die Komiker der Gruppe Starbugs zeigen ihre Show. Höhepunkt des Abends ist die Verdankung und Verabschiedung von Peter Spuhler. In einem Video äussern sich Passanten und Mitarbeiter zu ihm, unter den Befragten ist auch Hans Uhlmann: «Ich han früeh gmerkt: Das isch en härte Siech, dä hebet durä», sagt der Thurgauer Alt-Ständerat.

Die Dankesworte für Spuhler an der Weihnachtsfeier hält Markus Sauerbruch, Divisionsleiter Stadler Schweiz. «Du bleibst uns als aktiver VR-Präsident erhalten.» – «Als hyperaktiver», ergänzt Spuhler mit einem breiten Grinsen. Danach überbringen zwei langjährige Mitarbeiter dem Patron eine Kiste voller Glückwünsche. «Umzug» steht auf der Kiste, nicht «Abschied». Drin sind fast 1000 Karten, welche die Stadler-Familie für Peter Spuhler geschrieben hat.

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