Velo fahren mit Genuss

ROMANSHORN. Am 30. August findet der slowUp Bodensee statt. Die Veranstalter halten am bewährten Konzept fest. Das Rahmenprogramm ist wie immer vielfältig.

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Am slowUp kommen gross und klein auf ihre Kosten. (Archivbild: Reto Martin)

Am slowUp kommen gross und klein auf ihre Kosten. (Archivbild: Reto Martin)

Der slowUp Bodensee ist ein Phänomen. Jahr für Jahr bewegen sich zwischen 25 000 und 50 000 Personen lautlos einzeln, in Familien oder in Gruppen auf Rädern durch den Oberthurgau. Und das ganz ohne Leistungsdruck auf einer für sie abgesperrten rund 40 Kilometer langen, abwechslungsreichen Strecke.

Liebe auf den ersten Blick

«Uns hat der Grundgedanke, dem nichtmotorisierten Individualverkehr für einmal den Vorrang zu geben, ausgezeichnet gefallen», erinnert sich Christoph Tobler an die im Vorfeld und im Zusammenhang mit der Expo 2002 von nationalen Exponenten entworfene Idee.

Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Denn nachdem Vertreter von Ostschweiz Tourismus respektive Thurgau Tourismus vor 14 Jahren den damals einzigen Schauplatz am Murtensee besucht hatten, war der Entschluss rasch gefasst, im Thurgau etwas Vergleichbares aufzuziehen.

Einmalige Chance

«Der ökologische Aspekt stand dabei nicht im Vordergrund», betont Tobler, der von Anfang an der Spitze des Trägervereins des slowUps Bodensee steht. Vielmehr habe man erkannt, dass der Anlass ausgezeichnet zum Veloferienland Thurgau passt und der Region Oberthurgau eine einmalige Chance zur Steigerung des Bekanntheitsgrades bietet.

Die Premiere am 25. August 2002 war ein überwältigender Erfolg. Seither haben sich über eine halbe Million Begeisterte am Oberthurgauer Bewegungsanlass beteiligt.

Unbegründete Ängste

Die einzige Sorge, welche den Organisatoren anfänglich Kopfzerbrechen bereitete, löste sich schnell in Luft auf. «Die Angst, nicht genügend Parkplätze zu haben, war völlig unbegründet. Auch heute reisen die Teilnehmenden grösstenteils nicht mit dem Auto an», sagt Christoph Tobler.

Fest hielten die Organisatoren nicht nur am Konzept, sondern auch am bewährten Streckenplan und an den so genannten Villages in Arbon und Romanshorn, wo sich das Zentrum des slowUps befindet. In diesen beiden Städten wird auch in diesem Jahr wieder ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten.

Die lokalen Organisationskomitees arbeiten autonom, sind aber eng in die Gesamtorganisation eingebunden. (mtb)

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