Vater und Sohn: Maler im Vergleich

wigoltingen. Im Untergeschoss der Wigoltinger Alterssiedlung Chürzi wird das Schaffen von Wilhelm und Willi Hartung mit einer Ausstellung gewürdigt.

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wigoltingen. Im Untergeschoss der Wigoltinger Alterssiedlung Chürzi wird das Schaffen von Wilhelm und Willi Hartung mit einer Ausstellung gewürdigt.

Interessant ist bei dieser Ausstellung, das Schaffen von Vater (1879 bis 1957) und Sohn (1915 bis 1987) zu vergleichen. Während Wilhelms Bilder und Holzschnitte das bewährte Programm – Altstadtbilder, Familienidyllen, Blumensträusse – zeigt, ist die Loslösung Willis vom akademischen Malstil des Vaters über die ausgestellten Bilder hinweg gut nachvollziehbar. Mit jeder Reise, welche Willi unternahm, scheint sich sein künstlerischer Horizont geweitet zu haben.

Vieles erinnert bei Vater und Sohn an den Symbolismus Hodlers, der eine «gute heile Welt» heraufbeschwört. Wilhelm bleibt zeitlebens diesem Stil verhaftet, doch Willi sprengte Jahre später die akademischen Grenzen, suchte furchtlos seinen eigenen künstlerischen Ausdruck und fand ihn auch in dem mit Ornamenten befrachteten, exotisch-märchenhaften Malstil.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 22. Juni. (art)

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